vrr Einleitung.
ch habe hierbey vorzuͤglich den Rechtsgelehrten
im n⸗ Deutſchland verſtändlich zu werden ge⸗ ſucht, und ich muß diejenigen Herren Kunſtrichter, denen bloß die Gerichtsſprache des mittaͤglichen Deutſch⸗ lands, oder wohl gar nur der deutſchfranzoſiſche Ge⸗ ſchaͤftsſtyl des linken Rheinufers gelaͤufig iſt, bitten, auf dieſen Umſtand Ruckſicht zu nehmen, und nicht einſeitig bloß ihren Sprachgebrauch zu beruͤckſichti⸗ gen. Um daher Mißverſtaͤndniſſen vorzubeugen, muß ich mich uͤber den Sinn und Gebrauch verſchiedener Ausdruͤcke erklaͤren und rechtfertigen.
Aote kann unmoͤglich durch Act oder ete uͤber⸗ ſett werden, wenn jeder Deutſche wiſſen ſ was dar⸗ unter verſtanden werde.
Da, wo es irgend eine Schrift— welche jetzt oder s etwas bewieſen werden ſoll, habe
ich es Urkunde“), auch wohl, nach Maaßgabe des
Zu ammenhangs, Schein uͤberſetzt, wie bey Acte de naissance Geburtsſchein. Sehr oft heißt
aber, wie bekannt, Acte auch ſoviel, als eine Hand⸗
lung, beſonders eine ſolenne oder gerichtliche. Acte d'avoué à avoué. Ueber dieſes
Wort habe ich beym 145. Art. in der Anmerkung
*) Man ſehe, was Adelung unter: Urkunde uͤber den aus⸗ gedehnen Gebrauch dieſes Wortes geſagt hat, und in Hom⸗ mels deutſchem Flavius das n
Wortverzeichniß unter; instrumentum.
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