Einleitung.
ſchriftliches Verfahren(instruction par Ecrit) zu
erkennen, das ſodann von einem befondern, im Be⸗
ſcheide ernannten Referenten in Vortrag gebracht
wird. Doch erfolgt, wie ich bereits oben erwaͤhnt bebe jeder Vortrag im oͤffentlichen Verhor. Dieß ſey zur Aufſtellung der merkwuͤrdi g⸗ ſten Eigenheiten des franzöſiſchen Civilproceſſes ge⸗ nug. Eine ſyſtematiſche Darſtellung*) deſ⸗
ſelben habe ich hier nicht liefern wollen, noch koͤnnen.
Ueber die Lehre von der Rechtfertigung der Porthey der Sache(egitimatio ad causam) bey
Erben u. ſ. f. und die dabey zu beobachtenden For⸗
men habe ich in dieſer Gerichtsordnung nichts gefun⸗ den. Eben ſo wenig iſt der Provocationen ex 1. diffamari und ex 1. si contendat gedacht. Sie ſcheinen alſo nicht Statt zu finden. Auch vom
A rmenrechte finde ich in der Gerichtsordnung und Taxordnung nichts.
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* Eine(bis auf einige unbedeutende Irrthůmer) meiſterhaft ausgefallene Skizze des Syſtems der Gerichtsver⸗ faſſung und Gerichtsordnung des franzoͤſiſchen Reichs liefert die(Halliſche) allgemeine Literatur⸗ zeitung v. J. 1807. Nr. 262—266. welche neuerlich abgedruckt erſchienen iſt in der Einleitung in das Geſetzbuch Napoleons(Duͤſſeldorf 180g. g.) Nr. V. S. 108— 262. Ferner vergleiche man: Le praticien frangais en deux par- ties. La premisre contient IEsprit et la Theorie du Code de Pocédure avec les formules, la seconde en présente l'ap-
Plication st la jurisprudence. Par les Rédacteurs de la juris- prudence du Code civil. V. Tomes g. à Paris 1806.
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