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Einleitung. RIII
aͤußerſt koſtſpielige Verordnung, daß der Notar alle Inventarien fertigt; die Verſiegelung aber,
ſo wie die jedesmalige Abnahme und Wiederan⸗
legung der Siegel, vom Friedensrichter ge⸗
ſchieht.(Art. 907. 937.) Dieſer haͤlt uͤber die Verſie⸗ gelung ein eignes, vom Protocoll über die Inventur verſchiednes Protocoll.(Art. 939.) Dieß hat alſo zur Folge, daß die Parthey allezeit zwey Behoͤrden zu
bezahlen hat, welches ihr erſpart werden koͤnnte, wenn, wie bey uns, dér, welcher das Recht hat zu verſie⸗ geln, auch berechtigt waͤre, zu inventiren; und der, welcher inventirt, auch die Abnahme und Wiederan⸗
legung der Siegel beſorgte. Doch, viell leicht ſind hier in den Localverhältniſſen Grunde enthal ten⸗ durch wel⸗ che meine Zweifel ſofort e werden kon⸗ nen!—
Noch darf ich nicht laſſen, daß im
öffentlichen Verhoͤr ſowohl in der erſten, als in
der Appellationsinſtanz, unter den Partheyen muͤndlich verfahren wird. Doch geſchieht dieß, nachdem der Beklagte vorher ſeine Einrede dem Klaͤger(Art. 75. 77.) und dieſer ſeine Antwort darauf(Art. 78.) dem
Beklagten ſchriftlich mitgetheilt hat. Auch ſoll dos
Urthel ſogleich in der Audienz gefaͤllt werden. Dieß wuͤrde bedenklich ſeyn, wenn nicht fuͤr wichtige und weitlaͤufige Faͤlle dem Gerichte die Freyheit ertheilt
wäre, die Sache zu einer beſondern Berathſchlagung
„
Peliberc) auszuſetzen, oder auch auf ein lche⸗


