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Einleitung. xv
ſtändige oder ſportelſuͤchtige Gerichte zu umſchif⸗
fen, iſt die treffliche und muſterhafte Organiſation der ſchiedsrichterlichen Eroͤrterungen und Ent⸗
ſcheidungen.
Ein in Deutſchland völlig Si Rechtsinſtitut iſt die bey jedem hohen oder niedern Gerichte ange⸗ ſtellte Staatsbehoͤrde(Ministère publich; näm⸗ lich bey den Appellationsgerichten der Generalpro⸗
curator, bey den Gerichten der erſten Inſtanz der
kaiſerliche Anwald, deren jeder ſeinen Subſtitu⸗ ten fuͤr den Fall der Snbe oder Behinde⸗ u hat.
Da das richterliche amt„ als ſolches, frey, bloß
dem Geſehe unterworfen, und zur Bewahrung kei⸗ nes andern Intereſſe beſtellt iſt, als das der Staat an einer unpartheyiſchen, genauen und ſchnellen Ge⸗
rechtigkeitspflege hat: ſo iſt bey jedem Ge⸗ richte ein beſonderer Anwald des Staats beſtellt, welcher theils in denjenigen Dingen, bey denen die offentliche Ordnung, die Staatsguͤter u. ſ. w. intereſ⸗
ſirt ſind, fur das Intereſſe des Staats ſpricht, cheils
ſich derjenigen Anſtalten und Perſonen, die des beſondern
Schutzes des Staats beduͤrfen, z. B. der Unmuͤndigen,
Abweſenden, öffentlicher Inſtitute u. ſ. w. annimmt, theils bey ſolchen Gegenſtaͤnden eingreift, wo auf ir⸗
gend eine Weiſe das Gericht oder ein Mitglied deſſelben intereſſirt iſt, oder intereſſirt ſeyn könnte. Dieſe Be⸗ börde bildet bey jedem Gerichte, ohne dem richterli⸗


