xIv Einleitung.
nem Clienten woͤrtlich oder durch Zeichen anzugeben, wie er antworten ſolle, halte ich die Gegenwart
beyder Sachwalter nicht nur fuͤr ganz unbe⸗ denklich, ſondern auch, zu Verhuͤtung der
Mißbräuche, die ein vielleicht partheyiſcher Rich⸗
ter mit dieſer Befragung treiben koͤnnte, fuͤr we⸗
ſentlich nothwendig; beſonders da rt 32)
die Befragung von einem Einzelnen, und nicht in der Sitzung geſchieht. Man weiß ja, wie leicht ein furchtſamer und einfältiger Menſch durch hochfahren⸗ des Weſen und durch den Ton der Frage ſelbſt
eingeſchuͤchtert und irre gemacht; und wie von der an⸗ dern Seite einem ſchlauen Menſchen die Antwort,
wie ſie gerade fuͤr den Nutzen des Befragten am zweckmaͤßigſten iſt, ebenfalls durch die Frage ſelbſt, von einem fur ihn gewonnenen Richter, in den Mund gelegt werden kann. Daß weder das eine, noch das andre geſchehe, wuͤrde durch die Wach⸗ ſamkeit der Anwaͤlde verhindert werden. Mir wenig⸗
ſtens ſcheint dieſer Vortheil die Bedenklichkeiten
zu uͤberwiegen, welche der Zulaſſung der Sach⸗ walter entgegenſtehen koͤnnten.
Die große Ausdehnung, welche(Art. 404.) den ſummariſch zu verhandelnden Rechtsſachen gegeben iſt, verdient, als kraͤftiges Mittel zu Abkuͤr⸗
zung der Proceſſe, Achtung und Nachahmung. Ein wichtiger Vorſchritt zur Verhuͤtung weitlͤuf⸗ tiger Proceſſe, und ein Mittel, partheyiſche, unver⸗
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