Einleitung.. 1
ber aber macht ſelue Verſuche am Vohle aan zer Voͤlker und Generationen.
Sdo wenig ich daher fuͤr die Formen des Fran⸗ zoͤſiſchen Proceſſes blind eingenommen bin, ſo ſehr ich mich uͤberzeugt halte, daß in manchen Punk⸗ ₰ ten,(wiewohl bey weitem nicht in Allen) unſte aterlaͤndiſche Rechtspflege den Vorzug verdient, ſo r ſehr erſcheinen mir aus den angegebenen Gruͤnden die e Verfaſſer vorliegender Gerichtsordnung gerechtfertigt, f daß ſie, Statt die bekannten und uͤblichen Formen ganz umzuwerfen und mit lauter neuen und der Na⸗ n tion unbekannten zu verwechſeln, ſolche vielmehr nur n zu verbeſſern und von Fehlern zu reinigen bemuͤht gweſen ſind.
r Um wie viel leichter wird es ihnen werden, auf n der einmal betretenen und gewohnten Bahn immer weitere Fortſchritte zu machen, und die Umwege im⸗
n t mer mehr und mehr zu vermeiden, als auf einer neu⸗ 5 gebrochenen, aber vielleicht bald irrig befundenen, um⸗ zukehren, und ſie gaͤnzlich zu verlaſſen! Allein, eben die Gruͤnde, welche die Beybe⸗ haltung dieſer Formen in Frankreich rathſam 9 machten, machen die Einf uͤhrung derſelben in deut⸗ ſchen Staaten aͤußerſt bedenklich, wenn damit nicht zugleich der voͤllige Umſturz aller Gerichts⸗ und Lan⸗
desverfaſſung verbunden ſeyn ſoll.


