aufgenommen wurde, ſoll volle Beweiskraft haben, wenn ſie nach der in einem ſolchen Lande hergebrachten Form ab⸗ gefaßt iſi.
48. Alle im Auslande verfaßten urkunden des Perſonen⸗ ſtandes der Einländer ſind guͤltig, wenn ſie von den geſandt⸗ ſchaftlichen Agenten, oder von den Conſuls, den im Koͤnig⸗ reiche geltenden Geſetzen gemaͤß, aufgenommen worden ſind.
49. So vft es nothig ſeyn wird, am Rande einer ſchon eingetragenen Urkunde einer andern, die ſich auf den Perſo⸗ nenſtand bezieht, zu erwähnen, ſoll dieſes, auf Anſuchen der Intereſſenten, durch den Beamten des Perſonenſtandes in den laufenden, oder in den im Gemeinde⸗Archiv aufbe⸗ wahrten Regiſtern, hingegen durch den Seeretaͤr des Tri⸗ bunals der erſten Inſtanz in den bey dem Secretariat nie⸗ dergelegten Regiſtern geſchehen. Zu dem Ende ſoll der Be⸗ amte des Perſonenſtandes binnen den nächſten drey Tagen den koͤniglichen Procurator bey dem erwaͤhnten Gerichte hiervon benachrichtigen, und dieſer hat dafuͤr zu ſorgen, daß die Erwaͤhnung in beyden Regiſtern gleichlautend geſchehe.
50. Jede Uebertretung der vorhergehenden Artikel, welche von den hierin benannten Beamten geſchieht, wird bey dem Gerichte der erſten Inſtanz eingeklagt, und mit einer Geld⸗ buße beſtraft, die jedoch nicht uͤber hundert Francs betragen darf.
51. Jeder Aufbewahrer der Regiſter iſt fuͤr alle darin vor⸗ kommenden Verfaͤlſchungen, ſo viel den Schadens⸗Erſatz be⸗ trifft, verantwortlich, jedoch mit Vorbehalt des ihm etwa noch zuſtehenden Entſchädigungs⸗ Anſpruches gegen die urheber ſolcher Verfaͤlſchungen.
52. Jede Veränderung oder Verfalſchung in den ur⸗ kunden des Perſonenſtandes, jede Einſchreibung dieſer Ur⸗ kunde, die auf ein fliegendes Blatt, und anders wohin, als in die dazu beſtimmten Regiſter, geſchehen iſt/ gibt den In⸗


