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Napoleons Gesetzbuch
Entstehung
Seite
18
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18 I. Buch. 1. Litel. 2. Cap⸗

ſeiner Erſcheinung vor Gerichte verſtrichen iſt, der buͤrger⸗ liche Tod nach ſich gezogen hat.

31. Stirbt derjenige, welcher wegen Nichterſcheinens verurtheilt war, binnen der Gnadenzeit von fuͤnf Jahren, ohne ſich geſtellt zu haben, oder ergriffen und in Verhaft genommen zu ſeyn; ſo wird er mit der vollen Zuſtändigkeit ſeiner Rechte verſtorben geachtet, und das wegen ungehorſa⸗ men Nichterſcheinens gefoͤllte Urtheil ſoll kraft des Geſetzes vernichtet ſeyn; jedoch mit Vorbehalt der Klage des beſchaͤ⸗ digten Theils gegen die Erben des Verurtheilten, welche gleich⸗ wohl nur in dem Civilprozeſſe geltend gemacht werden kann.

32. In keinem Falle ſetzt die Verjaͤhrung der Strafe den Verurtheilten fuͤr die Zukunft in ſeine buͤrgerlichen Rechte wieder ein.

33. Das Vermoͤgen, welches der Verurtheilte ſeit dem Eintritte des buͤrgerlichen Todes erworben hat, und in deſſen Veſitze er am Tage ſeines natuͤrlichen Todes ſich befindet, fällt dem Staate, vermoͤge ſeines Rechts auf erbloſes Gut, anheim; deſſen ungeachtet bleibt es dem Koͤnige uͤberlaſſen, zum Vortheile der Wittwe, der Kinder oder Verwand⸗ ten des Verurtheilten, hieruber ſolche Verfuͤgungen zu tref⸗ ſen, die ihm die Menſchlichkeit eingibt.

Zweyter Titel. Von den Urkunden des Perſonenſtandes. (S. Anh. Nro. III.) Erſtes Capitel. Allgemeine Verfuͤgungen.

34. Die urkunden des Perſonenſtandes muͤſſen das Jahr, den Tag und die Stunde, wo ſie aufgenommen wers