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Napoleons Gesetzbuch
Entstehung
Seite
14
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14 I. Buch. 1. Litel. 2. Cap⸗

ſein Vermoͤgen gerade ſo anfällt, als ware er natürlich und ohne Teſiament geſtorben.

Er kann von nun an weder ſelbſt erben, noch das Ver⸗ moͤgen, welches er in der Folge erworben hat, durch Erbrecht auf andere uͤbertragen.

Er kann auch weder durch Schenkung und Teſtament uͤber ſein Vermoͤgen ganz oder zum Theil verfuͤgen, noch auch auf ſolche Weiſe etwas, jedoch mit Ausnahme ſeines Unterhalts, erwerben.

Er kann weder zum Vormunde ernannt werden, noch zu den Verrichtungen mitwirken, die ſich auf die Vormund⸗ ſchaft beziehen.

Er kann weder Zeuge bey irgend einer feyerlichen oder in glaubhafter Form vorzunehmenden Handlung ſeyn, noch zur Ablegung eines Zeugniſſes vor Gericht zugelaſſen werden.

Er kann als Beklagter oder Kläger vor Gericht nicht an⸗ ders erſcheinen, als unter dem Namen und unter Vertre⸗ tung eines beſondern Curators, den ihm das Gericht, bey welchem die Klage angebracht iſt, zuordnet.

Er iſt unfaͤhig, eine Heirath, die irgend eine buͤrgerliche Wirkung hervorbringt, einzugehen.

Die Heirath, welche er vorher eingegangen hat, iſt in Ruckſicht aller ihrer buͤrgerlichen Wirkungen aufgeloͤſet.

Sein Ehegatte und ſeine Erben koͤnnen, jeder fuͤr ſeinen Antheil, die Rechte ausuͤben, und die Klagen anſtellen, welche ihnen bey ſeinem natürlichen Tode zuſtändig ſeyn wuͤrden.

26. Die Verurtheilungen nach vorgaͤngiger Verthei⸗ digung des Angeklagten ziehen den buͤrgerlichen Tod nur von dem Tage an nach ſich, da ſie wirklich, oder an ſei⸗ nem Bildniſſe, vollzogen ſind.

27. Verurtheilungen wegen(ungehorſamen) Nichterſchei⸗