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Napoleons Gesetzbuch
Entstehung
Seite
455
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Anhang. 5

und Gehoͤlzen behalten Wir Uns die Jagd vor, mit Aus⸗ nahme der von Uns zur Ausuͤbung derſelben etwa ertheilten Erlaubniß. Durch beſondere Verordnungen ſollen noch die Policeymaaßregeln beſtimmt werden, welche Wir dieſerhalb ſuͤr dienlich halten werden.

Art. 5. Da die Jagd in den Stadtgebieten und Gemeinde⸗ holzungen und Guͤtern nicht ohne großen Nachtheil von allen Mitgliedern der Gemeinheit ausgeuͤbt werden kann: ſo ſoll ſelbige zum Beſten der Gemeinden, welche die Ei⸗ genthuͤmer der Landereyen, Waldungen und Holzungen ſind, verpachtet werden. Bis dahin darf Niemand ohne einen vom Maire ihm ertheilten und vom Präfecten oder Unter⸗Praͤfecten viſirten Erlaubnißſchein jagen.

Art. 20. Unſer Miniſter des Juſtizweſens und der in⸗ nern Angelegenheiten iſt mit der Vollziehung des gegen⸗ waͤrtigen Decrets beauftragt, welches in das Geſetzbuͤlletin eingeruͤckt werden ſoll.

Gegeben in Unſerm koͤniglichen Pallaſte zu Caſſel, am öten Februar 1808, im zweyten Jahre Unſter Regierung.

VII. Auszug

Aus dem Protocoll des Staats⸗Secreta⸗ riats, vom 9ten Januar 1808. ¹)

Gutachten des Staatsrathes uͤber die Wirkung des 396ſten Artikels des Geſetzbuches Napoleons, in Ruͤckſicht der beſtehenden Fideicommiſſe.

(Sitzung vom 9ten Januar 1808.) Der Staatsrath, welchem Seine Majeſtaͤt den Bericht des 1) Geſetzbuͤlletin, B. 1, S. 3.