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Napoleons Gesetzbuch
Entstehung
Seite
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T. Buch. 2. Titel. 5. Cap.

91. Die Regiſter ſollen bey jedem Corps von dem das Commando fuͤhrenden Officier, bey dem Generalſtabe aber von dem Chef deſſelben, mit Seitenzahlen und dem Hand⸗ zuge verſehen werden.

2. Die Geburts⸗Anzeigen ſollen bey der Armee in den erſten zehn Tagen nach der Niederkunft geſchehen.

93. Der Officier, welchem die Fuͤhrung des Regiſters uͤber den Perſonenſtand aufgetragen iſt, ſoll, in den erſten zehn Tagen nach der Eintragung einer Geburts⸗Urkunde in dies Regiſter, einen Auszug davon dem Beamten des Perſonenſtandes an demjenigen Orte zuſenden, wo der Va⸗ ter, oder, wenn dieſer unbekannt iſt, die Mutter des Kin⸗ des S wohnte.

94. Die Aufgebote bey Verheirathung der Militär⸗ und anderen bey der Armee angeſtellten Perſonen ſollen an dem Orte ihres letzten Wohnſitzes geſchehen; ſie ſollen uͤberdies, ſo viel die zu einem Corps gehoͤrenden Individuen betrifft, bey der Tagesordre des Corps, und, in Hinſicht der Of⸗ ficiers ohne Truppen und der ſonſt angeſtellten Perſonen, bey der Tagesordre der Armee oder des Armeecorps, wovon ſie einen Theil ausmachen, fuͤnf und zwanzig Tage vor Abſchließung der Ehe kund gemacht werden.

95. Gleich nach erfolgter Eintragung der Heiraths⸗Ur⸗ kunde in das Regiſter ſoll der mit deſſen Fuͤhrung beauf⸗ tragte Officier eine Ausfertigung davon dem Beamten des Perſonenſtandes an dem letzten Wohnorte der Ehegatten zuſenden.

g6. Die Sterbe⸗Urkunden ſollen bey jedem Corps von dem Quartiermeiſter, und, in Anſehung der Officiers ohne Truppen und der anßerdem angeſiellten Perſonen, von dem Muſterungs⸗Inſpector der Armee auf die Verſicherung dreyer Zeugen aufgenommenund der Auszug aus dieſen Regiſtern in den naͤchſten zehn Tagen dem Beamten des Perſonen⸗ ſtandes an dem letzten Wohnorte des Verſtorbenen zuge⸗ ſchickt werden.

97. Iſt jemand in einem Feld⸗Lazarethe oder in einem

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ſtehenden Kriegs-Hoſpitale geſtorben, ſo ſoll die Sterbe⸗