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Napoleons Gesetzbuch
Entstehung
Seite
13
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I. Buch. 2. Titel. 2. Cap. 13

und den Ort der Geburt, das Geſchlecht des Kindes, und die Vornamen, die man ihm gegeben hat, die Vornamen, die Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und den Wohnort der Eltern, wie auch der Zeugen, enthalten.

58. Jeder, der ein neugebornes Kind findet, iſt ver⸗ bunden, es dem Beamten des Perſonenſtandes, mit den Kleidungen und anderen bey dem Kinde vorgefundenen Sachen, zu uͤberliefern, und alle Umſtaͤnde der Zeit und des Ortes, wo er es gefunden hat, anzugeben.

Hieruͤber ſoll ein genaues Protocoll aufgenommen werden, welches uͤberdies noch das anſcheinende Alter des Kindes, ſein Geſchlecht, die Namen, die man ihm geben, und die Civilbehoͤrde, welcher man es uͤberliefern wird, enthalten muß. Dies Protocoll ſoll in die Regiſter eingetra⸗ gen werden.

59. Wird ein Kind waͤhrend einer Seereiſe geboren, ſo muß in den erſten vier und zwanzig Stunden, im Beyſeyn des Vaters, wenn er anweſend iſt, und zweyer Zengen, die man aus den Schiffs⸗Officiers, oder, in deren Ermange⸗ lung, aus den Schiffsleuten zu nehmen hat, die Geburts⸗ urkunde aufgenommen werden. Dieſe Urkunde ſoll auf See⸗ ſchiffen, die dem Koͤnige gehoͤren, der Verwaltungsbeamte des Seeweſens, und auf den Schiffen, welche einem Caper oder einem Handelsmanne gehoͤren, der Schiffs-Capitaͤn, der Rehder, oder der Schiffspatron aufſetzen. Die Geburts⸗ urkunde muß in das Verzeichniß der Schiffs⸗Mannſchaft als Nachtrag eingeſchrieben werden.

60. In dem erſten Hafen, wo das Schiff, um auszu⸗ ruhen, oder wegen einer ſonſtigen Urſache, die der Abtack⸗ lung ausgenommen, einlaufen wird, ſind die Verwaltungs⸗ Beamten des Seeweſens, der Schiffs⸗Capitaͤnder Schiffs⸗ herr oder Patron verbunden, zwey glaubhafte Ausfertigungen der von ihnen verfaßten Geburts-Urkunden niederzulegen, und zwar, wenn es ein einlaͤndiſcher Hafen iſt, in das Buͤreau des Vorgeſetzten der Einſchreibung zum Seedienſte, wenn es hingegen ein fremder Hafen iſt, in die Haͤnde des Conſuls.