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Napoleons Gesetzbuch
Entstehung
Seite
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14 I. Buch. 2. Litel. Z. Cap:

Eine von dieſen Ausfertigungen bleibt auf dem genann⸗ ten Buͤreau oder in der Conſulats⸗Canzley aufbewahrt; die andere aber muß an den Miniſter des Seeweſens eingeſchickt werden, der eine von ihm beglaubigte Abſchrift einer jeden dieſer Urkunden dem Beamten des Perſonenſtandes an dem Wohnorte des Vaters des Kindes, oder, wenn dieſer un⸗ bekannt iſt, an dem ſeiner Mutter zuzufertigen hat. Dieſe ſoll in die Regiſter ſogleich eingetragen werden.

So bald das Schiff in den Hafen eingelaufen iſt, wo abgetackelt wird, muß das Verzeichniß der Schiffs⸗ Mannſchaft in das Buͤreau des Vorgeſetzten der Ein⸗ ſchreibung zum Seedienſte niedergelegt werden. Dieſer hat eine von ihm unterzeichnete Ausfertigung der Geburts⸗Ur⸗ kunde dem Beamten des Perſonenſtandes an dem Wohnorte des Vaters des Kindes, oder am Wohnorte ſeiner Mutter, wenn der Vater unbekannt iſt, zuzuſenden, welche in die Regiſter ſogleich eingeruͤckt werden muß.

62. Die urkunde uͤber die Anerkennung eines Kindes ſoll in die Regiſter, dem Tage nach, wo ſie geſchehen iſt, eingetragen, und hiervon am Rande der Geburts-Urkunde, wenn eine ſolche vorhanden iſt, Meldung gethan werden.

Drittes Capitel. Von den Heiraths-Urkunden.

63. Vor Abſchließung der Ehe ſoll der Beamte des Per⸗ ſonenſtandes zwey Aufgebote, mit Beobachtung einer Zwi⸗ ſchenzeit von acht Tagen, an einem Sonntage, vor der Thuͤre des Gemeindehauſes vornehmen. In dieſen Aufgeboten, ſo wie in der hieruͤber aufzunehmenden Urkunde, muͤſſen die Vor⸗ namen, die Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und die Wohn⸗ orte der kuͤnftigen Ehegatten, ferner der Umſtand, ob ſie volljaͤhrig oder minderjaͤhrig ſind, und endlich die Vornamen, die Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und die Wohnorte ihrer Eltern, ausgedruͤckt ſeyn. Dieſe Urkunde muß außerdem die Tage, Orte und Stunden der geſchehenen Aufgebote angeben. Sie ſoll in ein eigenes Regiſter eingeſchrieben werden,