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Napoleons Gesetzbuch
Entstehung
Seite
22
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22 I. Buch. 2. Titel. 1. Cap⸗

ausgeloͤſcht, oder eine Rebenbemerkung beygefuͤgt; ſo muß dies eben ſo, wie der Hauptinhalt der Urkunde, genehmigt und unterzeichnet werden. Im Schreiben darf man ſich keiner Abkuͤrzungen bedienen, noch irgend ein Datum mit Ziffern ausdruͤcken.

43. Am Ende eines jeden Jahres ſollen die Regiſter von dem Beamten des Perſonenſtandes foͤrmlich abgeſchloſſen, und binnen einem Monate das eine der Exemplare in das Gemeinde⸗Archiv, das andere bey dem Secretariat des Vi⸗ bunals der erſten Inſtanz niedergelegt werden.

44. Mit demjenigen Exemplar, das bey dem gedachten Secretariat aufbewahrt werden muß, ſollen auch die Voll machten und andere Documente, die den Urkunden des Perſonenſtandes beygefuͤgt bleiben muͤſſen, nachdem ſie vor her mit dem Handzuge ſowohl deſſen, der ſie beygebracht hat, als des Beamten des Perſonenſtandes, verſehen ſind, bey dem Secretariat des Tribunals niedergelegt werden.

45. Jedermann iſt berechtigt, von denjenigen, bey wel⸗ chen die Regiſter des Perſonenſtandes aufbewahrt werden, Auszuͤge aus denſelben ſich geben zu laſſen; dergleichen mit den Regiſtern uͤbereinſtimmende, und von dem Praͤſi⸗ denten des Gerichtes der erſten Inſtanz, oder von dem Richter, welcher ſeine Stelle vertritt, beglaubigte, Auszuͤge haben ſo lange volle Beweiskraft, bis ſie vor Gericht als falſch angegriffen werden.

46. Sind keine Regiſter vorhanden geweſen, oder ſind ſie verloren, ſo iſt hieruͤber ſowohl ſchriftlicher als Zeugenbe⸗ weis zuzulaſſen; und in dieſen Faͤllen koͤnnen die Heirathen⸗ Geburten und Sterbefaͤlle nicht nur durch Regiſter und Pa⸗ piere, die von den verſtorbenen Eltern herruͤhren, ſondern auch durch Zeugen, bewieſen werden.

47. Jede Urkunde des Perſonenſtandes, ſie mag Einlaͤn⸗ der oder Auslaͤnder betreffen, die in einem fremden Lande