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Napoleons Gesetzbuch
Entstehung
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16
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16 I. Buch. 1. Titel. 2. Cap⸗

nens ziehen den buͤrgerlichen Tod erſt nach dem Ablaufe der auf die bildliche Vollſtreckung des Urtheils folzenden fuͤnf Jahre nach ſich. In der Zwiſchenzeit kann der Verurtheilte ſich noch ſtellen.

28. Diejenigen, die wegen Nichterſcheinens verurtheilt ſind, bleiben während der fuͤnf Jahre, oder bis ſie in dieſer Zwiſchenzeit ſich ſtellen/ oder in Verhaft genommen werden von der Ausuͤbung der buͤrgerlichen Rechte ausgeſchloſſen.

Ihr Vermoͤgen wird verwaltet, und ihre Rechte werden ausgeuͤbt, ganz auf dieſelbe Art, wie dies bey Abweſenden der Fall iſt.

29. Wenn derjenige, welcher wegen Richterſcheinens ber⸗ urtheilt worden iſt, ſich binnen fuͤnf Jahren, von dem Tage der Vollſtreckung des Urtheils an zu rechnen, freywillig ſtellt, oder in dieſer Zwiſchenzeit ergriffen und in Verhaft genom⸗ men wird: ſo iſt das Urtheil hierdurch Kraft des Geſetzes vernichtet; der Angeklagte wird in den Beſitz ſeines Ver⸗ mogens wieder eingeſetzt und aufs Neue gerichtet; und wenn er durch das neue Erkenntniß zu derſelben, oder auch zu einer andern Strafe, die gleichfalls den buͤrgerlichen Tod nach ſich zieht, verurtheilt wird: ſo ſoll dieſer doch nur von dem Tage an ſtatt haben, an welchem das zweyte Ur⸗ theil vollſtreckt wurde.

30. Wird derjenige, welcher wegen Nichterſcheinens ver⸗ urtheilt war, und erſt nach fuͤnf Jahren ſich geſtellt hatte oder in Verhaft genommen war, durch das neue Urtheil losgeſprochen, oder nur zu einer Strafe verurtheilt, die den buͤrgerlichen Tod nicht nach ſich ziehet: ſo ſoll er fuͤr die Zukunft, und zwar von dem Tage an, wo er wieder vor Gericht erſchienen iſt, in den vollen Genuß ſeiner buͤrgerlichen Rechte wieder eintreten; gleichwohl behaͤlt das erſte Urtheil fuͤr die Vergangenheit die Wirkungen, welche in der Zwi⸗ ſchenzeit, die nach dem Ablauf der fuͤnf Jahre bis zum Tage

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