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Napoleons Gesetzbuch
Entstehung
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III.

Seit dem rſten Januar 1808, wo, in Gemaͤßheit des ₰sſten Artikels der Conſtitution, das Geſetzbuch Napoleons in dem Koͤnigreiche zur Anwendung gekommen iſt, haben die roͤmiſchen, canoniſchen und ehemaligen teutſchen Reichsgeſetze, wie auch die beſondern Geſetze und Verordnungen der Laͤnder, aus welchen das Koͤnig⸗ reich beſteht, ingleichen die allgemeinen oder oͤrtlichen Obſervanzen und Gewohnheiten, Statuten und Vor⸗ ſchriften aufgehoͤrt, in Anſehung derjenigen Gegenſtaͤnde, woruͤber das Geſetzbuch Napoleons Verfuͤgungen enthaͤlt, die Kraft eines allgemeinen oder beſondern Geſetzes zu haben.

IV.

Der Miniſter des Juſtitzweſens und der inneren An⸗ gelegenheiten iſt mit der Vollziehung des gegenwaͤrtigen Deerets beauftragt; auch ſoll daſſelbe in das Geſetz⸗ buͤlletin eingeruͤckt, gedruckt und der officiellen Ausgabe des Geſetzbuches Napoleons vorgeſetzt werden.

Gegeben in Unſerm koͤniglichen Pallaſte zu Napoleons⸗ hoͤhe, den 2rſten September 1808, im zweyten Jahre Unſerer Regierung.

unterſchrieben Hieronymus Napoleon. Auf Befehl des Koͤnigs: Der Miniſter Staats⸗Seeretaͤr, Unterſchrieben Graf von Zuͤrſtenſtein. Als gleichlautend beſcheinigt:

Der Miniſter des Juſtitzweſens und der inneren Angelegenheiten, Unterſchrieben Simeon.