Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung, Privatrecht : Zweiter Theil (1809)
Entstehung
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§) um eine Interdiktion aufzuheben, muß daſſelbe Verfahren beobachtet werden, welches ſtatt gefunden hatte, um ſie zu erwirken: Gutachten des Familien Rathes, Verhoͤr des In⸗ terdizirten c. Dieſe Vorſicht ward nothis befunden, damit der Interdizirte nicht einige Zwiſchenräume von Vernunft benutzen moge, um der Verfuͤgunz des Art. 480 zuwider die Aufhebuns der Interdiktion zu erwirken.

6) Jede Freiſprechuns des teſtamentariſchen Vormundes von der Verbindlichkeit der RechnunssAblage durch den Vater des Pupillen wuͤrde ohne alle Wirkung ſein.

§. 159.

Die Koſten der Rechnung fallen dem Pflegbefohlnen zur Laſt. Der Vormund hat ſie aber vorzulegen.

Man hat dem Vormund alle Ausgaben gut zu heißen, welche hinlaͤnglich erwießen ſind und einen nützlichen Ge⸗ genſtand hatten.

Können ſich der Vormund und ſein ehemaliger Pupille über einge Punkte der Rechnung nicht gůtlich vereinigen, oder glaubt der letzte ſein Intereſſe durch die Ge⸗ ſchafis fuhrung des Vormundes verletzt, ſo iſt dies der Gegenſtand eines Rechtsſtreits, der auf dieſelbe Art und Weiſe, wie jeder andere Civil Prozeß, eingeleitet und ent⸗ ſchieden werden muß.

Der PaſſivReceß des Vormundes, der ſich aus dem endlichen RechnungsAbſchluß ergiebt, trägt auch ohne ge⸗ richtliche Klage von dem Tage des Rechnungs Abſchluſſes an Zinſen.

Bleibt hingegen durch den RechnungsAbſchluß der Pu⸗ pille dem Vormund ſchuldig, ſo tragt dieſe Schuld erſt von dem Tage an Zinſen, an welchem der Vormund, uach