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Doch wird es zweckmäſſig ſein, den neuen Vormund zu der Abhörung zu berufen, weil ſie zugleich die Natur einer Ab⸗ und Zulieferung annimmt.
3) Der Ordonnanz von 1667 gemaͤß konnte eine ſolche Rechnung nur vor Gericht guͤltig abgelegt werden. Locrs glaubt, daß dieſe Form in obigen Fällen nicht mehr zu beobachten ſei, weil der Art. 473 nicht die ganze Rechnung, ſondern nur die Streitfragen, die ſich in Hinſicht auf dieſelbe erheben mögen, vor die Gerichte verweißt; allein dieſer Artikel hat ja nur den Fall im Auge, wo die Rechnung dem eman⸗ zipirten oder großjährigen Pupillen abgelegt wird, auf welchen alſo auch die Verfuͤgung der Ordonnanz nicht anwendbar war. Ich muß geſtehen, daß ich nicht einſehe, wie der Pu⸗ pille durch einen von dem Gegen Vormund gemachten Rech⸗ nungsAbſchluß unwiderruflich gsbunden werden kann, und ich glaube, daß auch noch heutzutage, um demſelben dieſe Wir⸗ kung beizulegen, kein andrer Weg uͤbrig bleibt, als die Rech⸗ nung vor Gericht, nach Vorſchrift des Titels IV. des V. Buchs des erſten Theils des Gefetzbuchs uͤber das Verf. im buͤrgerl. Prozeß, ablegen zu laſſen.
4) Mit Unrecht behauptet Blochet, auf den Art. 2063 des Codex geſtutzt, der Vormund könne nicht mittelſt Perſonal⸗ Arreſtes zu Stellung ſeiner Rechnung angehalten werden. Der Art. 334 des Geſ. uͤber den Prozeß, der dem vorherge⸗ henden Art. 527 gemaͤß auf Vormuͤnder anwendbar iſt, ſagt das Gegentheil. Die Art. 527 u. ff. dieſes Geſetzb. zeichnen uͤbri⸗ gens den Weg vor, den der Pupille, oder ſeine Erben, einzu⸗ ſchlagen haben, um den Vormund, oder deſſen Erben, im Falle einer Saäumung zur Ablegung der Rechnung anzuhal⸗ ten.


