Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung, Privatrecht : Zweiter Theil (1809)
Entstehung
Seite
445
Einzelbild herunterladen

445

dem Tribunal erſter Inſtanz zu bezeichnenden, Rechts⸗

gelehrten eingenommen werden;

d) um die EhePakten des Kindes eines Interdizirten

zu reguliren.

Locré, VI, 284 et suiv. 316. 405. Procès verbal du eg vends- miaire 11. Art. 335, 953 u. ff⸗ des Geſetzbuchs uͤber das Ver⸗ fahren im buͤrgerlichen Prozeß. Art. 3 des Geſetzes vom aten Maärz 1806. Meine Annalen, I. 96. Allgem. Bibl I. 270 n. ff. Thibant§. 521 u. ff. L. 34. ſ. 1. fl. de minor. (4. 4.) L. 1. F. 2. L. 5. 99. 5, 9, 12, 14 L. 3.§. 1. LL. 10, 71. 13. de reb. eor.(27, 9.) L. 27. pr. de tutor et cur.(2. 5.) L. 22. C. de admin. tut.(5. 37.) L. nlt. C. quando decret. op. non sit.(5. 72.) LL. 42, 13, 15, C. de præd. et al. reb. minor, G. 71.) L. 61. F. 1. de jure dot. Ia3. 3.)

4) Es iſt hier nur von Veraͤuſſerungen unter einem läſtigen Titel die Rede. Schenkungen unter Lebenden ſind dem Min⸗ derjährigen, auſſer im EheKontrakte, von welchem hiernach

die Rede ſein wird, verboten; von ſeiner Befugniß zu teſti⸗ ren wird an einem andern Orte die Rede ſein.

2) Der Grundſatz der Unveraͤuſſerlichkeit der liegenden Guͤter der Minderjährigen(welchen das Geſetz vom 24ten Maͤrz 1806 auch die Renten auf den Staat von hoͤherem Betrag als 50 Franken gleichſtellt) iſt aus dem roͤmiſchen Rechte, welches ſogar die Veräuſſerung des Nutzens wegen nicht geſtattete,(A. M. iſt Voet L 27. T. 9 8. 8.) in das ältere franzöſiſche Recht und aus dieſem in das neue uͤbergangen. Das letzte geſtattet ſie in dreien Fällen:

a) Wenn die Koſten der Verpflegung und Erziehung des Pupillen ohne die Veräuſſerung ſeiner Guͤter nicht herbeigeſchaft oder die Schulden nicht bezahlt werden können;

511