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wmenn das Urtheil erklärt, daß keine Ehe vorhanden geweſen,
ſo hat doch der Appellhof von Trier durch ein Urtheil
vonn 30 April 1806 ſeine Verfugung auch auf dieſen Fall augewendet. Und es laͤßt ſich nicht in Abrede ſtellen, daß in der That derſelbe Beweggrund vorhanden iſt, der die
Vorſichts Maasregel des Art. 228 beſtimmt hat.(S. die weit⸗
läuftige Erörterung dieſer Frage in meinem Journal a. a. O)
Er ſt er Abſchnitr. Allgemeine Gtundſatze in Betreff der Eheſcheidung.
Tit. 6 des 1 Buchs des Coder Napoleon. Romiſches Recht: h. de divort. er repud, iag. 3.) Cod. de repudiis, et juciciis de moribhe, sublato 15. 170) Soluto matr. dueadm, dos pet. ¶5 18.) Divortio facto apud querm Lb.(5. 24.) de alendis lib. ac parent.(3. 25.) Nov. 22. cap. 13. Nov. chap. 9. Nov. 134 et 140. Aelteres franzoſtſches Recht: über die Furisprudenz in Hinſicht anf die ehedem unter Katholieen al⸗ lein übliche Trennung von Tiſch und Bett, ſo wie in Hinſicht auf die Ebeſcheidung der Juden, ſiehe das Rspertoire unigersel, „erbs diorce, S6paracion. Geſetze vom 30 September 1792, vom 8 Nivoſe 2, 5 Floreal 2, und 15 Thermidor 3
vn. Ueberſicht der ältern Geſetzgebung und Juris⸗ prudenz
Es iſt keinem Zweiſel unterworfen, daß die römiſche Scheidung und Repudiation durch die Romer nach Gallien verpflanzt ward und noch einige Zeit nach der Gruͤndung der fraͤnkiſchen Monarchie daſelbſt uͤblich war, wie es aus den Formeln Marculphs(Lib.. cap. 0.) erweißlich iſt indem das darin enthaltene ScheidungsLibell ausdruͤcklich die Klanſel enthaͤlt: atque ideo unus quisdue ex ipsis, aive ad ser- vitium Dei in monasterio auc copulæ nutrimonti Sociare e voluerit, lcenciam Aabeau. Die Verfaſſer der Pandectes fraugaises,(IV. 17.) Fellen dies zwar in Abrede, geſtehen aber ſelbſt, daß Karl der Große zuerſt durch ein förmliches Geſetz die Ehe unauflöslich erelärt habe; von dieſer Epoche an pflegte man, um eine Ehe aufzulbßen, den rechtsformlichen Weg einzuſchlagen, ſie unter irgend einem Vorwande


