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daß die Auflößung der Ehe nicht mit dem Tage des Urtheils, ſondern mit dem der Exekution eintritt; ſo daß, falls der Ver⸗ urtheilte vor der Exekution ſterben ſollte, die Ehe erſt von dem Tage ſeines natuͤrlichen Todes an aufgelößt ſeyn wuͤrde. ) Kann eine von dem Mitgatten eines in comtumacian Ver⸗ urtheilten während der funfjährigen Gnadenfriſt abgeſchloſ⸗ ſene Ehe wegen Bigamie durch das offentliche Miniſterium angefochten werden? Ich glaube nicht, daß vor Ablauf der fünfjährigen Friſt eine ſolche Klage zulaßig ſeyn wuͤrde. Das Geſetz behandelt den Contumar waͤhrend derſelben, wie ein Indivibuum, deſſen Exiſtenz ungewiß iſt.(28) In der That, iſt uͤber ſeine gezwungene oder freiwillige Erſcheinung dieſel⸗ be Ungewißheit wie in Hinſicht auf die Zuruͤckkunft eines Abweſenden vorhanden. Der Geiſt der Geſetzgebung und ſelbſt die öffentliche Ordnung ſcheinen daher fuͤr die Anwendung der Verfuͤgung des Art. 139 auf den Contumar zuſammen⸗ zuſtimmen. Erſcheint er, und ſeine kontradiktoriſche Verur⸗ theilung zieht den burgerlichen Tod nicht nach ſich, ſo bleibt es ihm immer noch frei, auf die Mullitaͤt der Ehe ſeines Mitgatten anzutragen; erſcheint er aber nicht, ſo wurde die Nichtigkeits Erkläͤtung dieſer Ehe nur ein öffentliches Aerger⸗ niß ohne allen Zweck darbieten, weil die Ehegatten gleich nach dem Ablauf der fuͤnf Jahre ihr Ehebuͤndniß erneuern Lönnten. dung aufgeloͤßt werden kann, auch auf ſolche Ehen anwend⸗ bar, welche vor dem Geſetz von 1792, alſo unter einer Ge⸗ ſetzgebung abgeſchloſſen worden ſind, welche keine Eheſcheidung, aus welchem Grunde es auch ſein mochte, zuließ? Die Verfaſſer der pandectes frangaises verneinen dieſe Frage
kraft welcher die Ehe durch die Eheſchei⸗


