( 394 Wlrkung, und es wird in der i Form gegen ihn verfahren.
Iſt gleichwohl die Ungehorſamshalber erfolgte Verurtheilung von der Art, daß ſie den buͤrgetlichen Tod nach ſich zteht, und waren von der Pollſtreckung des ContumazialUrtheils an zu rech⸗ nen, berelts fuͤnf Jahre verfloſſen, als der Angeklagte in Verhaft genommen wurde, oder ſich ſtellte, ſo behaͤlt dieſes Urtheil, nach PVorſchrift des Art. 3o. des Coder Napoleon für das Ber⸗ gangene alle die Wirkungen, welche der buͤrgerliche Tod nach Ablauf der fünf Jahre bis zu dem Tag, an welchem der Angeklagte vor Gericht erſchien, und in dieſer ganzen 3wiſchenzeit⸗ nach ſich dezogen baben würde.
38. Die allgemeine Konfiscation bleibt mit allen rechtmäſſigen Schulden bis zum Belauf des Werthes des konfiscirten Vermö⸗ gens belaſtet, ſo wie auch mit der Perbindlichkeit, den Kindern oder anderen Deszendenten die Hälfte des Vermoͤgens anszulie⸗ feru, deſſen der Vater ſie nicht hätte berauben könneu.
Ferner liegt auf der allgemeinen Konſiscation die Laſt, denen, welchen dem Geſehe zufolge Alimente zukommen„ dieſelbe zu reichen.
39. Der Kaiſer ſoll uͤber ba6 lunfüzirte Bermögen, es ſeye nun zu Gunſten des Vaters, der Mutter oder anderer Aszen⸗ denten, oder zum Peſten der Wittwe, der Kinder, oder ande⸗ rer ehelichen, natuͤrlichen oder adoptirten Deszendenten, oder auch anderer Verwandten des Vernrtheilten, verfuͤgen konnen.
Theil 1.§. 44. Nro. 5. S. 143.
Ein Gutachten des Staatsraths vom 20 September 1809 fAnnal. derſGeſ. Nap. III. S. 118.] hat entſchieden, daß mau ſich, gemaͤß dem Art. 2 des PräliminarTitels des Coder Napo⸗ leon, welchem zufolge das Geſetz uur fuͤr die gukunſt verfuͤgt und keine ruͤckgreifende Wirkung hat, nach der Verfuͤgung desjenigen Geſetzes zu bemeſſen
babe, unter deſſen Herrſchaft die Verurtheilung erlaſſen worden it;


