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ſitiven Geſetzgebung abſtrahirt, a an fur ſi cb nicht un⸗ gerecht iſt.
Thib aut a. a. O.§ 9. Donat, traité dos jcik chap. 11, Locré, introd. chap. 17 62
1) Das NaturRecht iſt die tiihe jeder poſitiven eiite
gebung, aber man hat irrthämlich behauptet, daß es die Quelle derſelben ſei. Die Unzulänglichkeit des erſten hat die zweite nothwendig gemacht; dieſe regulirt hauptſachlich ſolche Fälle, die das erſte nicht vorſehen konnte, ſeine Sa⸗ kungen koͤnnen daher nicht aus denen des Naturrechts abge⸗ leitet ſein. In den Materien des Naturrechts(z. B. in Hin⸗ ſicht auf das Eigenthum) modifizirt und organiſirt das poſitive
Recht die Vorſchriften des Naturrechts in ihrer Anwenbung
auf den geſellſchaftlichen Zuſtand; in denen, welche dem lezten fremd ſind,(z. B. bei den Teſtamenten) dient die natrliche Billigkeit als Richtſchnur, wenn das poſitive Geſetz ſchweigt oder dunkel iſt. Da indeſſen faſt alle Inſtitutionen des po⸗ ſitiven Rechtes ſich auf das Eigenthhm beziehen, das aus
dem Naturrecht herfließt, ſo iſt dieſes allerdings die Grund⸗ lage des erſten; es iſt das Fundament, auf welchem das
Gebäude ruht, aber aus das Gebaͤnde nicht ent⸗ ſpringt.
2) Da das Naturrecht die Kenntniß oder vulncht das Gefuͤhl
des Rechts und des Unrechts iſt, ſo kann kein poſitives Geſetz befehlen, was das Naturrecht verbietet, weil es keine Ungerechtigkeit gebieten kann; es kann aber verbieten, was das Naturrecht erlaubt, und gebieten, wo es ſchweigt, das
heißt in Faͤllen, die es nicht verſehen konnte, weil P auſ⸗ ſer dem Naturſtande liegen.
3) Wenn man fragt, ob das Stubium des nh dem


