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Gesetzbuch Napoleons / nach dem officiellen Texte übersetzt von Daniels, Substituten des kaiserlichen General-Procurators bey dem Cassations-Hofe in Paris
Entstehung
Seite
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I. Buch. I. Lit. Von den urkunden des Civil Standes.

46. Sind keine Regiſter vorhanden geweſen, oder ſind

ſie verloren, ſo ſoll der Beweis hierüber durch Urkunden ſo⸗

wohl, als durch Zeugen zugelaſſen werden, und in dieſen Faͤllen koͤnnen die Heirathen, Geburten und Sterbfaͤlle ſowohl durch Regiſter und Papiere, die von den verſtorbenen Eltern herruͤhren, als durch Zeugen bewieſen werden.

bey den gerichtlichen Behörden angenommen worden ſind, und zur

Grundlage oder zu Beweisſücken bey Urtheilen, oder noch nicht entſchiedenen Prozeſſen gedient haben, welche von vorne angefangen werden müßten, wenn dieſe Auszüge nicht als authentiſch ange⸗ nommen würden;

3) Daß dieſe Auszüge von gedachten Angeſtellten in gutem Glau⸗

ben abgeliefert und eben ſo von den Parteyen angenemmen worden ſind; von den Angeſtellten, welche aus einigen Rgieruns⸗Verfü⸗ gungen ſchließen konuten, daß man in ihnen einen öffentlichen Charakter anerkenne; von den Parteyen, welche den allgemeinen Irrthum um ſo weniger erkennen konnten, als beynahe der größte Theil dieſer Auszüze ſeit dem Geſetze vom 20. Vent. 11. J von den Praͤſidenten der Gerichte erſter Inſtanz, und vorher von den Depar⸗ tements⸗Präfeeten oder andern Beamten, die im Falle ihrerAbweſenheit oder Verhinderung ihre Stelle vertraten, legaliſtrt worden ſind;

4) Uad daß endiich zu allen Zeiten und bey allen Geſetzgebungen der algemeine Irrthum und der gute Glaube hisreichten, um bey Urkunden und ſelbſt bey Urtheilen Unregelmäßigkeiten zu docken, welche die Parteyen weder vorherſehen noch verhindern konnten;

Iſt der Meinung,

1.) Daß alle Auszüge aus den Regiſtern des Eivil-Standes, welche ſeit dem Geſetze vom as. Pluvios s. J. unter der Begianbigung und Unterſchrift von Angeſtellten, die man Sectetare vder General⸗

Seeretare der Mairie nennt, bis zum Tage der Verkündigung des 5

gegenwärtigen Gutachtens gemacht worden ſind, für authentiſch gehalten werden müſſen, wenn dieſe Unterſchrifr, vor dieſer letzten Epoche, von den Mairen oder Präfceten des Depattements vor dem Geſetze vom 20. Ventos 1. J.(1 März 1803) oder ſeit dem von den Präſidenten der Gerichte erſter Inſtanz, oder von

andern öffentlichen Beamten, welche einige Zeit hindurch die Fune⸗

tionen der einen oder der andern verſahen, legaliſirt worden ſind, jedoch mit Vorbehalt des Rechtes, dergleichen Urkunden im eintre⸗ renden Falle mittelſt einer bey Gerichte ſchriftlich eingereichten Er⸗ klaͤrung als falſch anzugreifen;