1s B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 29
e Geburtsurkunde ſoll ſogleich in Gegenwart zweyer Zeugen ausgefertiget werden.
57. Die Geburtsurkunde muß den Tag, die Stun⸗ de und den Ort der Geburt, das Geſchlecht des Kindes, und die Vornamen, die man ihm gegeben hat, die Vor⸗ namen, Geſchlechtsnamen, bas Gewerbe und den Wohn⸗ ort der Eltern, ſo wie der Zeugen, enthalten
58. Jeder, der ein neugebornes Kind findet, iſt verbunden, es nebſt den bey ihm gefundenen Kleidungs⸗ ſtücken und andern Effecten dem Civilſtandsbeamten zu überliefern, und alle Umſtände der Zeit und des Ortes, wo es gefunden worden iſt, anzugeben.
Hierüber muß ein ausführliches Protokoll aufgenom⸗ men werden, welches uͤberdieß noch das anſcheinende: ter des Kindes, ſein Geſchlecht, die Namen, die man ihm geben, und die Civilbehörden, welcher man es übe liefern wird, enthalten ſoll; dieſes Protokoll iſt in die Regiſter einzutragen.
59. Wird ein Kind während einer Seereiſe gebo⸗ ren, ſo muß in den erſten vier und zwanzig Stunden in Beyſeyn des Vaters, wenn er gegenwärtig iſt, und zweyer Zeugen, die man aus den Seeoffizieren, oder, in Ermangelung derſelben, aus der Schiffsmannſchaft nimmt, die Geburtsurkunde a zusgefertiget werden. Dieſe Urkun⸗ de ſoll auf den kaiſerlichen S Seeſchiffen, der Verwaltungs⸗ beamte des Seeweſens,(J'officier d'administration de la marine) und auf den S zchiſfen, die einem Caper oder einem Handelsmanne gehör der Schiffs abitain, der Schiffer, oder der Schiff burtsurkunde muß am Ende de mannſchaft eingetragen werden.
60. In dem erſten Hafen, wo das Schiff einläuft, es ſey um auszuruhen„oder aus irgend einer andern Ur⸗ ſache, die der Abtackelung ausgenommen, ſind die 2 waltungsbeamten des Seeweſens, der Schiffscapitain, Schiffex oder Patron verbunden, zwey beglaubigte Aus⸗ fertigungen der von ihnen aufgeſetzten Geburtsurkunden niederzulegen, und zwar in einem franzöſiſchen Hafen, in dem Büreau des préposé à T'inscription mariti- me, in einem ausländiſchen Hafen aber, in die Hände des Conſuls
de Al⸗
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