410 3. Buch. 5. Titel. 2. Kapitel.
Geſchäfte ihres Mannes befürchten laſſen, daß ſein Vermögen nicht hinreichend ſeyn möchte, um die Anſprüche der Frau und ihr Eingebrach⸗ tes zu decken.(1)
Jede freywillige Güter-Trennung iſt ribniae, 1444. Die Güter⸗Trennung, wäre ſie au gerichtlich ausgeſprochen, iſt nichtig, wenn 4 nicht durch wirkliche, in authentiſcher Form be⸗ ſtätigte Befriedigung aller Anſprüche der Frau und durch Auslieferung ihres eigenthümlichen Vermögens, vollzogen worden iſt, ſo weit die Güter des Mannes binreichten, oder wenigſtens. dadurch, daß innerhalb vierzehn Tagen, nach erfolatem Urtbeil, Maßregeln zur Vollziehung deſſelben ergriffen, und ſeitdem nicht mehr un⸗
terbrochen worden ſind.(2)
144.3. Jede Güter⸗Trennung muß, ehe ſte vollzogen wird, öffentlich durch einen Anſchlag⸗ Zettel, auf einer dazu beſtimmten Tafel, in dem Haupt⸗Saal des Gerichtes erſter Inſtanz, bekannt gemacht werden; iſt der Mann Krämer, Wechsler, oder Handelsmann, ſo muß ſtie noch überdieß in dem Saal des Handels⸗Gerichts, in
(1) S. den 1563ͤſten Artikel dieſes Coder, ferner den aten Titel des iſten Buchs, und den 3ten Abchnitt des 8ten Kapitels, im iſten Titel des zten Buchs des Handels⸗Geſetzbuchs, wie auch den 8ten Titel, iſtes Buchs des 2ten Theils des Codex uͤber den Ci⸗ vil⸗ Proceß.
(²) Dieſer Artikel iſt durch den Artikel 872 des Codex uͤber den Civil⸗Prozeß naͤher beſtimmt worden.


