Teil eines Werkes 
Zweyte Abtheilung (1808)
Entstehung
Seite
403
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Von dem Ehe⸗Contract ꝛc⸗ 4⁰⁸³

nehmer dieſelbe nur dann in Natur begehren, wenn ſie durch die Theilung in das Loos der Erben des Mannes fällt; fällt ſie dieſen im Loos nicht zu, ſo gebührt dem Legator die Vergü⸗ tung des ganzen Werthes der geſchenkten Sache, aus dem Antheil der Erben des Mannes an der Gemeinſchaft, und aus dem perſönlichen Vermögen dieſes letztern.

1424. Die Geldſtrafen, welche der Mann durch ein Verbrechen verwirkt hat, das den Civil⸗ Tod nicht mit ſich bringt, können aus den Gütern der Gemeinſchaft beygetrieben werden, mit Vorbehalt des der Frau gebührenden Er⸗ ſotzes; die Geldſtrafen, welche die Frau ver⸗ wirkt hat, können ſo lauce die Gemeinſchaft dauert, nur an den bloßen Eigenthum ihrer per⸗ ſönlichen Güter in Vollziehung geſetzt werden.

1425. Die Verurtheilunges, welche gegen einen der beyden Ehe⸗Gatten wegen eines Ver⸗ brechens ergangen ſind, das den Civil⸗Tod mit ſich bringt, treffen nur ſeinen Antheil an der Gemeinſchaft und das ihm perſönlich zuge⸗ hörige Vermögen.

1426. Die von der Frau, ohne Beyſtimmung ihtes Mannes, ſelbſt unter gerichtlicher Auto⸗ riſation, geſchloſſenen Acte verfangen die Güter der Gemeinſchaft nicht, den Fall ausgenommen, wo die Frau als öffentliche Handels⸗Frau und in Geſchäften ihres Handels contrabirt.(1)

2) S. den 2zoſten Artikel. 26*