4⁰² 3. Buch. 5. Titel. 2. Kapitel.
1420. Jede Schuld, welche von der Frau nut vermöge einer vom Manne erhaltenen General⸗ oder Special⸗Vollmacht gemacht worden iſt, liegt der Gemeinſchaft zur Laſt;(1) und der Gläubiger kann ſeine Bezahlung weder an die Frau, noch an ihre perſönliche Güter ſuchen.
Zweyter Abſchnitt.
Von der Verwaltung der Güter⸗ Ge⸗ meinſchaft, und von der Wirkung, welche die Acte des einen oder des andern Ehe⸗Gatten in Anſehung der eheli⸗ chen Geſellſchaft haben.
1421. Der Ehemann verwaltet allein die Güter der Gemeinſchaft.
Er kann ſie ohne die Mitwirkung ſeiner Frau verkaufen, veräußern und verpfänden.(2)
1422. Er kann weder die liegenden Güter der Gemeinſchaft, noch das geſammte Mobiliar⸗Ver⸗ mögen, noch einen aliquoten Theil deſſelben zwi⸗ ſchen Lebenden verſchenken, es wäre denn, um die gemeinſchaftlichen Kinder zu verſorgen. Doch kann er einzelne Stücke des Mobiliar⸗Vermögens der⸗ ſelben, an wen er will verſchenken, in ſofern er ſich nur nicht die Nutznießung derſelben vorbehält.
1423. Die vom Manne gemachte teſtamenta⸗ riſche Schenkung darf ſeinen Antheil an dem gemein ſchaftlichen Vermögen nicht überſchreiten.
Hat er in dieſer Form eine zur Gemeinſchaft gehörige Sache verſchenkt, ſo kann der Sed enk⸗
() S. den 2123ſten Artikel. (²) S. den 155aſten Artikel.


