Von dem Ehe⸗Contract ꝛc. 399
zaͤhlung auf die unbeweglichen Güter beſagter Erbſchaft nachzuſuchen.
Wenn aber die Erbſchaft dem Manne zuge⸗ fallen iſt, ſo können die Gläubiger, welche Forderungen darauf haben, ſich entweder aus den eigenthümlichen Gütern des Mannes, oder aus den Gütern der Gemeinſchaft bezahlt zu ma⸗ chen ſuchen; mit Vorbehalt des in dieſem zweh⸗ ten Falle der Frau, oder ihrer Erben ſchuldi⸗ gen Erſatzes.
1413. Wenn eine bloße Immobiliar⸗Verlaſ⸗ ſenſchaft der Frau zugefallen iſt, und dieſe ſie mit Einwilligung ihres Mannes angenommen hat, ſo können die Gläubiger der Erbſchaft ſich aus allen der Frau perſönlich zugehörigen Gü⸗ tern bezahlt zu machen ſuchen: iſt aber die Erb⸗ ſchaft von der Frau, gegen den Willen des Man⸗ nes, nur unter gerichtlicher Autoriſation ange⸗ nommen worden, ſo können die Gläubiger im Falle die unbeweglichen Güter der Verlaſſen⸗ ſchaft, zu ihrer Befriedigung nicht hinreichen, ſich nur an das bloße Eigenthum der übrigen perſönlichen Güter der Frau halten.
1414. Beſteht die Erbſchaft, die einem der Ehe⸗Gatten zugefallen iſt, theils aus beweglichen, theils aus unbeweglichen Gütern, ſo fallen die Schulden, womit ſtie bebhaftet iſt, der Gemein⸗ ſchaft nur um ſo viel zur Laſt, als das Mobi⸗ liar⸗Vermögen zur Tilgung der Schuld beyzu⸗ tragen hat, und zwar nach Verhältniß des


