Teil eines Werkes 
Zweyte Abtheilung (1808)
Entstehung
Seite
395
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Von dem Ehe⸗Contract ꝛc. 393

ſtipuliret worden, und vor der Celebration der Heirath, ein unbewegliches Gut an ſich gebracht hat, ſo fällt daſſelbe in die Gemeinſchaft, es ſeye denn daß er es zufolge einer Clauſel des Ehe⸗ Contractes an ſich gebracht hätte, in welchem Falle die Erwerbung deſſelben nach der getroffenen übereinkunft zuheurtheilen iſt.

140,5. Unbewegliche Güter, die während der Ehe nur einem der beyden Ehe⸗Gatten geſchenkt werden, fallen nicht in die Gemeinſchaft, und gehören dem Beſchenkten allein, in ſofern die Schenkung nicht ausdrücklich bedingt, daß die geſchenkte Sache in die Gemeinſchaft gehören ſolle.(1)

1406. Das unbewegliche Gut, welches der Vater, die Mutter, oder ein anderer Aſcendent, einem der Ehe⸗Gatten überlaſſen, oder abge⸗ treten hat, entweder um das zu ergänzen, was er ihnen ſchuldig iſt, oder mit dem Beding, die Schulden des Schenkers an Fremde abzutra⸗ gen, fällt nicht in die Gemeinſchaft; vorbehalt⸗ lich des Erſatzes, oder der Entſchädigung.

1407. Das unbewegliche Gut, das während der Ehe, durch Tauſch gegen ein anderes, einem der beyden Ehe⸗Gatten gehöriges unbewegli⸗ ches Gut, erworben worden, fällt nicht in die Gemeinſchaft, und tritt an die Stelle des veräu⸗ ßerten, vorbehaltlich des Erſatzes, wenn Her⸗ ausgabe ſtatt findet.

(1) S. den 340ſten Artikel.

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