Teil eines Werkes 
[Erste Abtheilung] (1808)
Entstehung
Seite
373
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Von den Contracten. 873

Franken öberſteigen, ſogar über freywillige Hin⸗ terlegungen, muß eine Notariats⸗oder Privat⸗ Berſchreibung errichtet werden; und es wird kein Zeugen⸗Beweis zugelaſſen gegen das,oder außer dem, was im Acte enthalten iſt, noch in Betreff deſſen, was vor, bey, oder ſeit dem Acte abgeredet worden zu ſeyn behauptet wird, ſelbſt wenn es eine geringere Summe, oder einen geringern Werth als hundert fünfzig Franken beträfe.(*)

Alles jedoch dem unbeſchadet, was in den Handels⸗Geſetzen vorgeſchrieben iſt.(1)

342. Obige Regel iſt auf den Fall anwend⸗ bar, wo die Klage, außer dem geforderten Ca⸗ pital, eine Forderung von Zinſen enthält, welche, zu dem Cavital geſchlagen, die Summe von bun⸗ dert fünfzig Franken überſteigen würde.

1343. Wer eine Forderung von mehr als hun⸗ dert fünfzig Franken gemacht hat, kann nicht mehr zum Zeugen⸗Beweis zugelaſſen werden, ſogar wenn er ſeine urſprüngliche Forderung herunterſetzt.

C) Schon in den aͤlteſten Zeiten iſt die Zeugen⸗Probe, aus Furcht der Subornation der Zeugen, in Frank⸗ reich eingeſchränkt worden Die zu Moulins im Hor⸗ nung 1566 gegebene Verordnung, und ſeitdem der 2te Artikel des 2oſten Titels der Ordonnanz von 1667, beſtimmte die Schranken der Zulaͤßigkeit der Zeugen nur auf 100 Livres.

(i) S. den alſteu Artikel des Handels⸗ Geſetzbuchs, und die Artikel 252 und 253 des Codex über den Ciyil⸗

Prozeß.