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Gesetzbuch Napoleons / nach dem officiellen Texte übersetzt von Daniels, Substituten des kaiserlichen General-Procurators bey dem Cassations-Hofe in Paris
Entstehung
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674
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6574 Zweyter Anhang zum Geſetzbuche Napoleons.

N. CIII.(Art. 768 des G. N.) Gutachten des Staats⸗Raths über die Rechte, welche in Anſehung der Mobiliar⸗Effecten einer in einem Spitale verſtorbenen Perſon, deren Hinterlaſſenſchaft dem Staate anheim gefallen iſt, geltend zu machen ſind; vom 14. Octo⸗ ber 1809, genehmiget vom Kaiſer zu Fontainebleau, den 3. No⸗ vember des nehmlichen Jahrs.

Der Staats⸗Rath,; welcher nach der von Sr. Majeſtät gegebenen Weiſung den Vortrag der Finanz⸗ und Geſetzgebungs⸗ Seectionen über jenen des Finanz Miniſters angehoͤrt hat, welcher die Frage aufſtellt, ob die Domainen⸗Verwaltung das Recht hat die Mobiliar⸗Effeeten einer in einem Spitale verſtorbenen Perſon, deren Hinterlaſſenſchaft dem Staate anheim gefallen iſt, in An⸗ ſpruch zu nehmen;

Nach Einſicht 1) des im Monate Julius 1566 für das Spital zum heiligen Geiſt in Paris erlaſſenen Edictes, welches verordnet, daß, im Falle die Kinder während der Zeit ſterben, als ſie im ge⸗ dachten Spitale ernährt und unterhalten werden, die beweglichen Güter und Sachen, die für bewegliche gehalten werden, welche ſie beſitzen oder die ihnen anfallen, dieſem Spitale zugehoͤren ſollen, und daß die Erben dieſer Kinder keine Anſprüche darauf machen koͤnnen;

2) Eines andern Ediets vom Monate April 1656, welches(im 44. Art.) verordnet, daß das allgemeine Spital in Paris mit Aus⸗ ſchlie ßung der Seiten⸗Verwandten ein Recht auf die beweglichen, Güter der Armen hat, welche ſowohl in als außer gedachtem Spi⸗ tale ſterben;

3) Der offenen Briefe vom 13. September 1744,/ nach welchen das bewegliche Vermögen, welches in dem Hauſe der Unheilbaren den Kranken zugehoͤrt, nach ihrem Tode das Eigenthum des Spi⸗ tals wird, welche Verfuͤgung ſie auch darüber gerroffen haben mögen;

4) Eines vom Gerichte der erſten Inſtanz der Seine, den 24. Nivos 7. J., gegen die Erben des Hu. Morandat, Biſchofes von Babylon, der im Hauſe der Unheilbaren geſtorben iſt, erlaſſe⸗ nen urtheils, welches beweiſet, daß die Verwaltung der Spitaͤler im Beſitze des Rechtes iſt, die Mobiliar⸗Effecten der in dieſen An⸗ ſtalten verſtorbenen Kranken für ſich in Empfang zu nehmen;

Nach Einſicht der Artikel 1 und 3 des Geſetzes vom 1. Decem⸗ ber 1790, welche verordnen, daß die herreuloſen Güter und Sachen, ſie mögen beweglich oder unbeweglich ſeyn, ſo wie jene der Perſo⸗