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Gesetzbuch Napoleons / nach dem officiellen Texte übersetzt von Daniels, Substituten des kaiserlichen General-Procurators bey dem Cassations-Hofe in Paris
Entstehung
Seite
672
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672 Zweyter Anhang zum Geſetzbuche Napoleons.

Der Staats⸗Rath, nach Einſicht des vom Groß⸗Richter, Juſtitz⸗Miniſter gemachten Berichtes und der Bemerkungen des Finanz⸗Miniſters über die Schwierigkeiten, welche ſeit der Bekanntmachung des Geſetzbuches Napoleons in Betreff der Verwaltungsweiſe der den wegen ungehorſamen Nichter⸗ ſcheinens Verurtheilten zugehoͤrigen Güter, ſich ergeben haben; nach Anhörung der Sectionen der Geſetzgebung und der Finan⸗ zen über die vorgelegten Fragen; nehmlich 1) ob der Art. 28 des Geſetzbuches Napoleons bloß über diejenigen nicht erſchienenen Angeklagten verfügt, über welche erſt ein Urtheil geſprochen werden ſoll, oder ob er uͤber jene nicht erſchienene Angeklagte Verfügungen getroffen hat, über die vor der Ver⸗ kündigung des Geſetzes vom 27. Ventos 11. J. ein Urtheil ergangen iſt; 2) ob den Domainen oder den vermuthlichen Erben die Verwaltung der Güter, wovon der vorerwähnte Art. 28 Meldung thut, gebührt, und von welchem Zeitpuncte an dieſe Erben ſie verlangen können,

Iſt der Meinung,

Daß man zu Folge des 2. Artikels des Praͤliminar⸗Titels des Geſetzbuches Napoleons, welcher ſagt, das Geſes ver⸗ fuͤgt nur fuͤr die Zukunft, und hat keine zuruͤckwirkende Kraft, ſich nach der Verfügung desjenigen Geſetzes richten muß, unter deſſen Herrſchaft die Verurtheilung ausgeſprochen worden iſt;

Daß in Anſehung der nicht erſchienenen Angeklagten, uͤber die vor Verkuͤndung des Geſetzbuches Napoleons das Urtheil geſprochen worden iſt, man die Verfügungen des Geſetzes vom 16. September 1791 oder jene des Strafgeſetzbuches vom 3. Brümaire 4. J. befolgen muß;

Daß, was die nach der Verkuͤndigung des Geſetzbuches Napoleons geſchehenen Anklagen und Verurtheilungen betrifft, die den bürgerlichen Tod nach ſich ziehen, da der Art. 28 verordnet, daß die Güter ſo wie jene der Abweſenden ver⸗ waltet werden ſollen, und da nach dem Art. 120 die ver⸗ muthlichen Erben der Abweſenden befugt ſind, ſich unter der Bedingung Bürgſchaft zu leiſten, in den proviſoriſchen Beſitz