14. 1. Buch. 11. Tit. Von den Aeten des Civil⸗Standes.
46. Sind keine Regiſter vorhanden geweſen, oder ſind ſie verloren, ſo ſoll der Beweis durch Urkunden ſowohl, als durch Zeugen zugelaſſen werden, und in dieſen Fällen können
2) Daß deſſen ungeachtet ſeit dem Geſetze vom 28. Pluvios eine große Anzahl von Auszügen aus den Regiſtern des Civil⸗ Standes mit der Beglaubigung und Unterſchrift von Augeſtellten, die ſich den Titel Seeretare oder General⸗Secretare der Mairie geben, abgeliefert worden iſt; daß mehrere dieſer Aete bey den gerichtlichen Behörden angenommen worden ſind, und zur Ba⸗ ſis oder zu Beweisſücken bey Urtheilen oder noch nicht enrſchiede⸗ nen Prozeſſen gedient haben, welche von vorne angefangen werden müßten, wenn dieſe Auszuͤge nicht als authentiſch angenommen wuͤrden;
3) Daß dieſe Auszüge von gedachten Angeſtellten in gutem Glauben abgeliefert und ebenſo von den Parteyen angenommen worden ſind; von den Angeſtellten, welche aus einigen Regierungs⸗ Aeten ſchließen konnten, daß man in ihnen einen öffentlichen Cha⸗ rakter anerkenne, von den Parteyen; welche den allgemeinen Irr⸗ thum um ſo weniger erkennen konnten/ als beynahe der größte Theil dieſer Auszüge ſeit dem Geſetze vom 20. Ventos 11. J. von den Praͤſidenten der Gerichte erſter Inſtanz, und vorher von den Depar⸗ tements⸗Praͤfeeten oder andern Beamten, die im Falle ihrer Abwe⸗ ſenheit oder Verhinderung ihre Stelle vertraten, legaliſirt worden ſind:
4) Und daß endlich zu allen Zeiten und bey allen Geſetzgebun⸗ gen der allgemeine Irrthum und der gute Glaube hinreichten, um bey Aeteu und ſelbſt bey Urtheilen Unregelmäßigkeiten zu decken, welche die Parteyen weder vorherſehen noch verhindern konnten:
Iſt der Meinung
1. Daß alle Auszüge aus den Regiſtern des Civil⸗Standes, welche ſeit dem Geſetze vom 28. Pluvios s. J. unter der Beglau⸗ bigung und Unterſchrift von Angeſtellten, die man Secretare oder General⸗Seeretare der Mairie uennt, bis zum Tage der Verkündi⸗ gung des gegenwärtigen Gutachtens gemacht worden ſind, für au⸗ thentiſch gehalten werden müſſen, wenn dieſe Unterſchrift, vor dieſer letzten Spoche, von den Mairen oder Präfecten des Depar⸗ emens vor dem Geſetze vom 20. Ventos 11. J.(11. Maͤrz 1803) eder ſeit dem von den Praͤſidenten der Gerichte der erſten Inſtanze


