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Gesetzbuch Napoleons / nach dem officiellen Texte übersetzt von Daniels, Substituten des kaiserlichen General-Procurators bey dem Cassations-Hofe in Paris
Entstehung
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14 I. Buch. II. Tit. Von den Aeten des Civil⸗Standes.

einen andern, der mit einer Special⸗Vollmacht in authentiſcher Form verſehen iſt, vertreten laſſen.

37. Nur Mannsperſonen, die wenigſtens ein und zwan⸗ zig Jahre alt ſind, Verwandte oder nicht, dürfen bey den Acten des Cioil⸗Standes als Zeugen vorgeführt werden; ſie werden von den Intereſſenten ſelbſt gewaͤhlt.

38. Der Beamte des Civil⸗Sta des muß den erſcheinen⸗ den Theilen oder ihren Bevollmächtigten und den Zeugen die Acte vorleſen.

Es ſoll in denſelben Meldung ven der Erfüllung dieſer Formalität geſchehen.

39. Dieſe Acte muͤſſen von dem Beamten des Cioil⸗ Standes, von den erſcheinenden Theilen und den Zeugen unter zeichnet werden, oder man muß die Urſache anführen, welche die Erſcheinenden und die Zeugen zu unterzeichnen verhinderte.*)

*) N. X. Gütachten des Staats⸗Raths vom 12. Thermwidor 12. J. (21. Junius 1804) genehmiget vom Kaiſer den 25.(3. Auguſt.)

Der Staats⸗Rathac. über die Frageob die von dem Miniſter des Innern vorgelegten Formulare der Acte des Civil⸗Standes den Beamten des Civil⸗Srandes überſendet werden ſollen, um die Gleichfoͤrmigkeit derſelben im ganzen Reiche zu ſichern, in Erwägung daß wenn es vor⸗ züglich bey dieſem Gegenſtande gefaͤhrlich ſeyn kann, buchſtäblich dieſe oder jene Redaetion vorzuſchreiben, ſo daß jede andere unterſagt waͤre/ wedurch die Subſtanz des Aetes ſeibſt gefährdet werden koͤnnte, (welchem Nachtheile man dadurch hat vorbeugen wollen, daß man keine beſondere Formulare in das Geſetzbuch Napoleons aufgenom⸗ men hat,) e doch für eine zahlreiche Claſſe von Beamten, welche nicht alle einen gleichen Grad von Erfahrung haben, ſehr vortheil⸗ haft iſt, einen Leitfaden zu geben, allein daß dieſes kein Gegenſtaud eines Geſetzes oder eines kaiſerlichen Deeretes ſeyn kann, weil, wenn man Formulare annehmen will, ſie bloß als Rathſchlaͤge und nicht als Vorſchriften, als Beyſpiele und nicht als ſtrenge ver⸗ bindende Verſügungen gelten können: iſt der Meinung, daß die vorgelegten Formulare weſentlich gut, und nach obigem Geſichts⸗ puncte nützlich ſind, allein daß ſie nur im Wege des miniſteriellen Unterrichts, den Beſehlen gemaͤß, welche der Kaiſer iu ertheilen fuͤr zweckmäßig finden mag, bekannt gemacht werden koͤnnen.