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Napoleons I. Kaisers von Frankreich, Königs von Italien und Beschützers des Rheinbundes Civilgerichtsordnung des Französischen Reichs / Nach der neusten officiellen Ausgabe verdeutscht ; und, nebst den von dem Französichen Rechtsgelehrten Herrn Dufour jedem Artikel beygefügten Parallelstellen des ältern Französischen und Römischen Rechts, auch seinen eigenen Bemerkungen ; herausgegeben von Christian Daniel Erhard
Entstehung
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336 IMI. Theil. 1II. Buch. Einziger Titel.

die eine Verurtheilung zu einer Geldbuße veranlaßt ha⸗ ben, fallen dem Gerichtsbedienten zur Laſt, von dem ſie herruͤhren; und dieſer kann, nach Beſchaffenheit der Um⸗ ſtaͤnde, noch uͤberdieß zu dem der Parthey zu leiſtenden Schadenerſatz verurtheilt, und ſogar von ſeinem Amte ſuſpendirt werden.(*)

1032. Gemeinden und öffentliche Anſtalten haben ſich

die offentliche Verwaltung betreffenden Ge ſetze gemaͤß zu bezeigen.(²) 1033. Zu der allgemeinen, fuͤr Vorladungen, Auffo⸗ derungen, und ſonſtige Zufertigungen, die jemanden in Perſon oder an ſeinem Wohnorte zuzuſtellen ſind, beſtimm⸗ ten Friſt iſt weder der Tag, an welchem die Inſinuation geſchehen iſt, noch der, an welchem die Verſaͤumniß eintritt, mitgerechnet; auf jede Entfernung von drey Myriame⸗ tern muß man zu jeder Friſt noch Ein Tag, und wenn dabey eine Reiſe Statt findet, oder etwas hin⸗ oder zu⸗ ruͤckgeſendet werden muß, zwey Tage hinzurechnen.(²) 1034. In der Auffoderung, ſich bey den Verrichtungen der Sachverſtändigen einzufinden, oder in der Vorladung, die zu Folge eines Urthels geſchieht, in welchem auf Vereinigung mehrerer(beſonders angebrachten) Klagen erkannt iſt, muß bſoß Ort, Tag und Stunde der erſten Zuſammenkunft, oder des erſten Verhoͤrs beſtimmt werden. Wird die Zu⸗ ſammenkunft oder das Verhoͤr an einem andern Tage

fort⸗ (¹) DPiscours de Mr. Malarmé a. a. O.

(2) Geſetz vom 29. Vendemiaire J. V. Art. 1. Im o10. und 937. Art. des Civilgeſetzbuchs iſt den Gemeinden und öffentlichen Stiftungen unterſagt, ohne Genehmigung der Regierung Schen⸗

kungen zu machen und dieſen, ſie anzunehmen. Eben ſo dürfen

ſie(Nap. Civilgeſeßb. Art. 2043.) ohne ausd⸗ Erlaubniß der Regierung transigiren.

3.(3) Der erſte Satz des Artikels iſt beſtimmt nach. Regel: Die⸗ z termini non computantur in termino. Der zweyte iſt eine Nachahmung deſſen, was in der Ordonnanz von 1667 an vielen

Stellen verordnet iſt, der dritte iſt geſchöpft aus eben dieſer Or⸗ donnanz Lit. VIII. Art. 2. S. Jonsse ad h. 1.

bey Auſtellung gerichtlicher Klagen den Vorſchriften der