Von ſchiedstichterlichen Entſcheidungen. 337
fortgeſetzt: ſo bedarf is keiner Wieberholung ber Auffo⸗ derung oder Ladung. hon
1033. Iſt die Rede von Abnahme eines Eides, An⸗ nahme einer Buͤrgſchaft, von einem Zeugenverhoͤre, von Abhörung der Pärtheyen öber Thalfachen und Artitel, von Ernennung von Sachverſtändigen, ober uͤberhaupt von irgend etwas, das zu Folge eines Urthels geſchehen ſoll, und ſind die Partheyen nder die ſtreitigen Orte zu ent⸗ fernt: dann ſteht den Richtern frey, einem benachbarten Gericht, ope einem Richter, oder ſogar einem Friedens⸗ richter, nach Beſchaſſenheit der umſtaͤnde, Auftrag zu er⸗ theilen; ja, ſie koͤnnen ſogar ein Gericht beauftragen, ent⸗ weder eines ſeiner Mitglieder, oder einen Friedenstich⸗ ter zu erneunen, um die augeordneten Geſchaͤfce zu ver⸗ richten. oW v at
1035. Die Gerichtsſtähle können, ſe nachbein die Wichtigkeit der Umſtände es erheiſcht, in den vor ihnen auhaͤngigen Sachen, ſogar Amtswegen⸗ Befehle geben, Auflagen erlaſſen, Schriften unterdrücken, ſolche fuͤr ver⸗ ſäumderiſch erklären, und befehlu, paß ihte urthel ge⸗ druckt und öffttlich angeſchlagen werden, ſollen(1)
o3r. Vom erſten Oetober bis zum ein und drey⸗
ßigſten Maͤrz darf vor ſechs Uhr des Morgens, und nach ſechs Uhr des Abends, und vom erſien April bis zum dreyßigſten September darf vor vier Uhr des Morgens und nach neun Uhe des Abends keine Inſinuation, ſo wie auch keine Huͤlfsvollſtreckung geſchehen; eben ſo wenig, an geſetzlichen Fgyertagen, ausgenommen, wenn der Rich⸗ ter in Faͤllen, wo Gefahr beym Verzuge iſt, dazu Er⸗ laubniß ertheilt hat. Art. 808.)(*) 5
() Alter Gerichtsbrauch.. N 11 (2) In der Orbonnanz von 1667. war bloß verboten die Inſinua⸗ tionen vor Sonnenaufgang und nach Sonnenunter⸗ gang zu gperrichtep- 1 e
Civilgerichtsordnung. 33


