Von ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen. 333
roꝛz. Auf ſchiedsrichterliche Entſcheidungen kaun man ſich nie gegen den Dritten berufen.(¹)
1023. Die Appellation wider ſchie dsrichterliche Er⸗ kenntniſſe wird gekichtet: in Sachen, welche, wenn ſie nicht an Schiedörichter gediehen waͤren, in erſter oder letzter Inſtanz vor den Friedensrichter gehoͤrt haben wuͤr⸗ den, an die Gerichte erſter Inſtanz; in Sachen aber, welche in trſter oder letzter Inſtanz vor die Gerichte er⸗ ſter Inſtanz gehort haben wuͤrden, an die Appellations⸗ gerichte.(2)
1oa. Was von der probiſoriſchen Vollſtreckung der gerichtlichen Urthel gilt, Art. 135 157. 457. 458.) iſt auch auf die ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen an⸗ wendbar.
1o2. Wird die Appellation verwonfen/ ſo wird der Appellant in dieſelbe Geldbuße(Art. 3710 verurtheilt, als ob von einem gewöhnlichen richterlichen Erkenntniſſe die Rede waͤre.
1626. Die Wiebereinſetzung in den borigen Stand kann wiber ſchlebstichterlicht Entſcheidungen geſucht wer⸗ den, und zwär in den oben wegen der ordentlichen rich⸗ terlichen Erkenntniſfe beſtimmten Friſten, Formen und Faͤllen.(I. Th. IV. B. II. Tit. Art. 480. 483. 492— 495. 499. 500.)
Dieß Rechismittel iſt bey eben dem Gerichte anzu⸗ bringen, an welches die Appellation zu richten geweſen ſeyn wuͤrde.
1027. Doch konnen als Beſchwerden(bey dieſem Rechtsmittel) nicht dienen:
(1) L.s. C.(Vil. 46.) quibus res iud. non nocet 1. 63. in pr. D.(KLII. r.) de re iud.
(a) Domat droit public Liv. H. Tit. VII. Sect. J. n. 8. Vergil. Edikt Franz I. vom Monat Auguſi 1360.


