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Napoleons I. Kaisers von Frankreich, Königs von Italien und Beschützers des Rheinbundes Civilgerichtsordnung des Französischen Reichs / Nach der neusten officiellen Ausgabe verdeutscht ; und, nebst den von dem Französichen Rechtsgelehrten Herrn Dufour jedem Artikel beygefügten Parallelstellen des ältern Französischen und Römischen Rechts, auch seinen eigenen Bemerkungen ; herausgegeben von Christian Daniel Erhard
Entstehung
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15 1.Jh. kB. IK. Cit, Von der Ablehnung 1c.

einem der ſtreitenden Theile, oder deſſen Ehegatten, ein Civilproceß anhaͤngig iſtz) wenn er bereits ein ſchrift⸗ liches Gutachten in der Sache gegeben hat.(S. unten Art. 378.)(*)

45. Die Parthey, die einen Friedensrichter ablehnen will, iſt ſchuldig, ihre Ablehnung, und die Gruͤnde, auf welchen ſie beruht, in einer Schrift vorzutragen, die ſie durch den erſten hierzu aufgefoderten Gerichtsboten(huis- sier), dem Actuar greffier) des Friedensgerichtes zuferti⸗ gen laͤßt. Dieſer viſirt das Hriginal. Sowohl das Ori⸗ ginal, als die Abſchrift der Inſinuationsurkunde wird von der Parthey oder deren Specialbevollmaͤchtigten un⸗ terzeichnet. Die Abſchrift wird in der Gerichtsſchreibe⸗ rey niedergelegt, und dem Richter inverzůglch durch den Gerichtsſchreiber mitgetheilt.(*)

46. Der Richter iſt ſchuldig, iahin zwey Tagen unter dieſen Aufſatz ſeine Erklaͤrung zu ſchreiben, in wel⸗ cher er entweder aͤußert, er laſſe ſich die Ablehnung gefal⸗ len, oder ſeine Verweig ung, ſich der Verhandlung der Sache zu enthalten, ni en Gründen dieſer Verweige⸗ rung, erklaͤrt.(1) n.

47. Wenn der Fichter ſch der Entſcheidung der Sache zu enthalten weigert, oder gar nicht antwortet: ſo wird binnen drey Tagen dem beym Gerichte erſter In⸗ ſtanz, in deſſen Bezirke das Friedensgericht gelegen iſt, angeſtellten kaiſerlichen Anwalde eine Abſchrift der Ver⸗ weigerungsurkunde und der Erklaͤrung des Richters, wenn eine erfolgt iſt, auf Anſuchen der Parthey, die ſolches zuerſt verlangt, vom Grrichtsſchreiber uͤberſandt. Bin⸗ nen acht Tagen wird, auf vorgaͤngigen Antrag des kai⸗

(1) Hierdurch iſt das Geſeß vom 14. u. 18. Oct. 1790. eingeſchränkt,

welches den unter n. 2. enthaltenen die zweyten Geſchwiſterkindererſtreckte. 2

(e) Der erſte Theil dieſes Artikels iſt aus dem o n znihnen Geſetze Lit. II. Art. a. entlehnt. Das Uebrige iſt neu.

(3) Ebendaſ. Zit. II. Art. 3.