Von den Verhörenvrs Friedensichters ec.
Perſon oder durch ihre Bevollmächtigten, ohne daß es ihnen erlaubt iſt,— N wech⸗ ſi OFſnun binn e inld wnrel Die vtheh inbobrubuidem ſich mit Maßi⸗ gung vor dem Richter auszudruͤcken, und in Allem die dem Gericht gebuͤhrende Ehrerbietung zu beobachten. Ver⸗ gehen ſie ſich dawider? ſo erinnert ſie der Richter aufangs durch einen Verweis daran) im Wiederholungsfalle Lann et ihnen dine Gelbbuße aufeelegen, die jedoch die Summe von zehn Franken nicht uͤberſteigen darf, und zugloich be⸗ fehlen, daß das dießfalls geſprochene Erkenntniß oͤffentlich angeſchlagen werde; doch ſo, daß die Zahl der Anſchlaͤge die Zahl der Gemeinden des Cantous nicht uͤberſteige.(2) Im Falle einer ſchweren Beleidigung oder Un⸗ ehrerbietigteit gegen den Richter, nimmt dieſer uͤber den Vorfall ein Protocoll auf, und kann ſodann auf hoͤchſtens dreytaͤgige gefaͤngliche Haft erkennen.(*)
12. In den durch die vorſtehenden Artikel beſtimm⸗ ten Faͤllen ſind die Beſcheide proviſoriſch vollſtreckbar.(*)
13. Die Partheyen oder ihre Beyollmaͤchtigten wer⸗ den gegen einander gehort. Die Sache wird auf der Stelle, oder im naͤchſien Verhöre, entſchieden. Haͤlt es der Richter fuͤr nöthig: 5 lät er ſich die Sehisnnhe zuſtellen. i4
14. Erktaͤrt einer der ſtreitenden Theile⸗ daß er eine urkunde als falſch zufechte 6) Handelögeſebb⸗ Art. 427. N
6) Geſtß v. 14. u, 48. Oet. 1799. 2il. iu. dit
6½) Ebendaſ. Lit. vII. Att.. 1*
(3) Ebendaſ. Art. 4 Grſehb. übor Verbrechen und Fſaſen.. P. Art, 553.
(4) Dieſe Ferordnng iſt uen
Defenzes. Die Form eines ſolchen ſchriftlichen Verfahrens in abgewechſeſten Sätzen, ſ. b. Delnporte zuter den Prtikel Defonses. E.
**) Inseription de faux. Das Formular dazu. Hehrort⸗ for- mulalne Art. Fau incident, Wy auch das ganze Verfah⸗ ren beygefügt iſt. E.
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