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Napoleons I. Kaisers von Frankreich, Königs von Italien und Beschützers des Rheinbundes Civilgerichtsordnung des Französischen Reichs / Nach der neusten officiellen Ausgabe verdeutscht ; und, nebst den von dem Französichen Rechtsgelehrten Herrn Dufour jedem Artikel beygefügten Parallelstellen des ältern Französischen und Römischen Rechts, auch seinen eigenen Bemerkungen ; herausgegeben von Christian Daniel Erhard
Entstehung
Seite
XXVII
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Einleitung⸗ xRvaꝛ

beharren, daß ihm in unſrer Sprache nichts entſpreche, als das Wort: Satz, weil in den Gerichten, wo es uͤblich iſt, daß die Advocaten gegen einander verfah⸗ ren, ohne die Schriften an das Gericht zu richten, jedermann ſagt: es ſey in abgewechſelten Sätzen verfahren worden,(welche auch in der alten Urthelsſprache Geſätze genannt werden), dagegen wir in Proceſſen, in welchen alle Schriften an den Richten gerichtet werden, dieſe Schriften mit den Worten: vechtli⸗ ches Einbringen bezeichnen. Sind nun die Aptes d'avoues à avougs, wie man im Formulaire des Delaporte und beym Lepage a⸗ a.O. S. 168. und an mehtern Orten findet, nichts anderes, lals Schriften, in welchen Klaͤger oder Beklugter in der dritten Perſon zu ſeinem Gegner ſpricht, und ſeine Gruͤnde gegen ihn vortraͤgt: ſo frage ich jeden verſtaͤndigen Praktiker, der dieſe Art des, vor⸗ zuglich in den kanden aller ſächſiſcher Fuͤrſten, gewöhn⸗ lichen Verfahrens, und zugleich die Matur der Acte d'avou à avoué kennt, ob nicht beyde Arten der Schriften ſich ihrer Ratur nach vollig gleich ſind? Das Einzige, wodurch ſie ſich unterſcheiden, iſt, daß in den franzoſiſchen Gerichtshöfen jeder einzelne Satz dem gegneriſchen Anwalde durch den Huiſſier zufer⸗ tigt wird, welches bey uns nicht geſchieht, da jeder Advocat die Säͤtze ſeines Gegners ſich vom Gericht ſelbſt voktegen laſſen muß, weil urſpruͤnglich dieſe Size dem Artuat in die Fider victiet wurden, wel⸗ ches auch in manchen Ländern noch jetzt geſeblich ge⸗ ſchehen ſoll, aber ſelten geſchieht. Civilgerichtsordnung.