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Napoleons I. Kaisers von Frankreich, Königs von Italien und Beschützers des Rheinbundes Civilgerichtsordnung des Französischen Reichs / Nach der neusten officiellen Ausgabe verdeutscht ; und, nebst den von dem Französichen Rechtsgelehrten Herrn Dufour jedem Artikel beygefügten Parallelstellen des ältern Französischen und Römischen Rechts, auch seinen eigenen Bemerkungen ; herausgegeben von Christian Daniel Erhard
Entstehung
Seite
XII
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T Einleitung.

Inſination an einen andern, als an ihren Wohnort geſchehe, ſo muß ſie dieß erklären. Dieſe Erklä⸗ rung heißt: Wabl eines Wobnorts Plection de omicile) Ein Ausdruck, deſſen Bebeutung man wohl kennen muß, weil er in den ſwſſchen Ge⸗ ſetzbuͤchern ſo oft vorkommt. 6 Die Verhore(Audienzen)*) geſchehen in der Regel bey offnen Thüren. Die Saͤtze der Par⸗ theyen werden nicht blos zu den Acten genommen, ſondern dem Gegentheil jedesmal zugefertigt. (Art. 77. 78) Beym Vortrage(der Relation), der in der Regel in offentlicher Sitzung geſchehen muß, ſind die Partheyen gegenwaͤrtig, und ſie oder ihre Sach⸗ walter koͤnnen, wenn ſie es fur gut finden, beym Praſiden⸗ ten ſchriftliche Bemerkungen uͤber den Vortrag einreichen QArt. 11.), wenn ſie ihn mangelhaft oder falſch ſinden. Die Urthel und Beſcheide muͤſſen den Par⸗ ſheen oder ihren Sochwaltrn in Abſchrift zugefer⸗ tigt werden, und von dieſer Zufertigung an laͤuft die Appellationsfriſt(Art. 443.) und die Friſten fur die uͤbrigen Rechtsmittel(Art. 483. Art. 157.) nan Die Seugen werden in Gegenwart der abgehort, durfen aber von ihnen nicht unterbrochen werden. QArt. 261. 2620

3 3ch habe, ungeachtet deſſen, was Adelung unter dem Worte Verhdtgeſagt hat, doch dieß Wort lieber als Au⸗ pldäe nzM gebraucht. Wir ſagen in dex oberſäͤchſiſchen Ge⸗ ichtgſprache guͤtliches Vzrhor, Verhorsſtube Can⸗ auience), die Sache iie Verhör zichen u ſ. wo ünd dieß rechtfertigt den Gebrauch dieſes Worts in dieſem Sinne, meines Erachtens, genug,