Einleitüng.
macht hat, welche eine Verlaͤngerung dieſer Friſt wun⸗ ſchenswerth mächen könnten.
Nachahmungswürdig iſt ferner die Abſonderung des Geſchaͤfts der Gütepflegung vom Amte des gewoͤhnlichen Richters und der Verweiſung des gurli⸗ chen Verhoͤrs an die Friedensrichter.
Bey denjenigen Rechtshaͤndeln, bey welchen dieß, Jnhalts des 49. Artikels, unterbleiben ſoll, ſcheint gar keine Guͤtepflegung Statt zu finden. Wie leicht waͤre es, ſie den Gerichtshoͤfen ſelbſt zur Pflicht zu machen!
Was die Vorladungen(ajournements, as- signations) anlangt: ſo bemerke man vor allen Din⸗ gen, daß, beſonders im ordentlichen Proceſſe, der Klaͤ⸗ ger nicht, wie bey uns, die Klage beym Richter ein⸗ reicht, noch dieſer die Ladung reſolvirt und verfuͤgt. Vielmehr hat jeder, der eine Klage anſtellen will, (einige beſondre Fälle ausgenommen) ſich vor allen Din⸗ gen an den Gerichtsboten(Huissier) zu wenden. Dieſem theilt er den Gegenſtand ſeiner Klage mit; zugleich aber muß er ihm das Gericht und die Zeit, auf welche der Gegner vorgeladen werden ſoll, anzeigen. Ueber dieß Alles nimmt der Huiſſier ein Protocoll auf. In dieſem muͤſſen, außer den im 1 u. 61. Artikel be⸗ merkten Namen und Umſtaͤnden, der Gegenſtand der Klage und die dem Beklagten bis zum Tage des Erſcheinens verſtattete Friſt enthalten ſeyn. Zu⸗ gleich muſſen die Abſchriften der Urkunden, auf welche die Klage gegruͤndet iſt, beygefuͤgt werden. Von dieſem Protocolle,(in welchem zugleich hinzugefugt wird,
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