1070
delt, oder jener des Bezirkes, in welchem der Impetrant ſein Domicil hat, wenn von einer Dispenſation in dem
Alter die Rede iſt, hat ſeine Meinung am Fuße der Bitt⸗ ſchrift, in welcher die Erlaubniß nachgeſucht wird, zu ſetzen,
und ſie wird hierauf dem Groß⸗Richter zugeſchickt. 3. Die Dispenſationen von dem zweyten Aufgebothe, wo⸗
von in dem 169. Art. des Geſetzbuches Napoleons die Rede
iſt, ſollen im Nahmen der Regierung(des Kaiſers) von ſei⸗ nem Commiſſar(Procurator) bey dem Gerichte der erſten Inſtanz des Bezirkes, in welchem die Impetranten die Ehe zu ſchließen gedenken, ertheilt werden, wenn der Fall dazu
geeignet iſt, und dieſer Commiſſar hat dem Groß⸗Richter,
Juſtitz⸗Miniſter Bericht über die wichtigen Urſachen zu er⸗ ſtatten, wegen welcher jede dieſer Dispenſationen ertheilt worden iſt.
Art. 5. Die Dispenſation von dem zweyten Aufgebothe ſoll auf dem Secretariat der Gemeinde, wo die Che geſchloſ⸗ ſen wird, niedergelegt werden. Der Secretaire ertheilt hievon eine Ausfertigung, in welcher von der geſchehenen Hinterle⸗
gung Erwähnung geſchieht, und die dem Heiraths⸗Acte
beygefügt wird.
5. Der Regierungs⸗Beſchluß über die Dispenſation in dem Alter oder den verbothenen Graden ſoll auf Betreiben
ſeines Commiſſars und zu Folge einer Ordonnanz des Präſi⸗
denten auf der Kanzelley des Civil⸗Tribunals des Bezirkes,“ in welchem, die Ehe geſchloſſen wird, einregiſtrirt werden⸗ Eine Ausfertigung dieſes Beſchluſſes, in welcher von der
Einregiſtrirung Meldung geſchehen muß, ſoll dem Heiraths⸗
Aete beygefügt werden⸗
No. XXII Art. 165⸗ Gutachten des Staats⸗Raths uüber¹
die Formalitäten, welche in Betreff der Heirathen der Mili⸗
tair⸗Perſonen, welche ſich auf dem franzöſiſchen Gebiethe
befinden, zu beobachten ſind, vom 2. Ergänzungstage 13·J. 4 genehmiget vom Kaiſer den 4. Ergänzungstag(21 September
1805.) Der Staats⸗Rath ꝛc. über die Frage, ob Mili⸗⸗
tair⸗Perſonen nur vor dem Beamten des Civil⸗Standes des


