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Allein die Regel, welche das Geſetzbuch in einem ähnli⸗ chen Falle feſtſetzt, muß nach der Analogie auf andere der⸗ ſelben Art angewendet werden; denn wenn es erlaubt iſt, durch einen Notorjetäts⸗Act den Geburts⸗Act zu erſetzen, welcher manchmahl über die Gültigkeit der Ehe entſcheiden kann, um ſo viel mehr muß man das nehmliche Aushulfs⸗ mittel ergreifen um Acte zu erſetzen, deren Vorlegung ge⸗ wiſſer Maſſen nur eine Nebenſache des Heiraths⸗ Actes iſt, und ſeine Weſenheit ganz und gar nicht betrifft.
Man ſieht übrigens ein, daß, wenn die Umſtäͤnde es nothwendig machen, einen Notorietats⸗Act fertigen zu laſſen, man dadurch weniger die Geburt oder den Sterbfall dieſes oder jenes Individuums beweiſen als die Unmöglichkeit con⸗ ſtatiren will, in der man ſich befindet, den Beweis davon zu erhalten.
Dieſe Bemerkungen werden ohne Zweifel hinreichen das Verfahren der Beamten des Civil⸗Standes zu leiten, und die Zweifel zu löſen, welche ſie ſich bey Ausübung ihrer Func⸗ tionen machen könnten. Es iſt Ihre beſondere Pflicht, ſie zu belehren; Sie werden daher Sorge tragen, ſolchen dieſe In⸗ ſtructionen mitzutheilen, wenn die Umſtände es nothwendig machen⸗
Nô. XXI. Art. 164. Regierungs⸗Beſchluß nber die Dis⸗ penſationen in Betreff der Heirath, vom 20. Prairial II. J. (9. Junius 1803.)
Art. 1. Die Erlaubniß für Mannsperſonen ſich vor zurlickgelegtem 18. Jahre, und füͤr Frauensperſonen, ſich vor zurlickgelegtem 13. Jahre zu heirathen, ſo wie jene, eine Ehe in den durch den 163. Art. des Geſetzbuches Napoleons verbothenen Graden zu ſchließen, wird auf einem Bericht des Groß⸗Richters, von der Regierung(dem Kaſſer) ertheilt⸗
a. Der Regierungs⸗Commiſſar(kaiſerliche Procurator) bey dem Gerichte der erſten Inſtanz des Bezirkes, in wel⸗ chem die Impetranten die Ehe ſchließen wollen, wenn es ſich von einer Dispenſation in den verbothenen Graden han⸗


