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519— —',— den, indem darnach unſtreitig noch die aten Rechte zur Anwendung kommen, wenn der Code Napoléon ſchweigt. Das Koͤnigreich Weſtphalen hat alſo nun⸗ mehr an dieſem§. III des Publicationspatents ſein ei⸗ genes fuͤr den Praktiker hoͤchſt wichtiges Ventoſe- Geſetz.
Eine ſehr wichtige neue Frage iſt aber nun entſtan⸗
den, naͤmlich die: Wie verhaͤlt ſich die Ueber⸗ ſetzung zu dem zugleich mit publicidten Originaltert?
Man braucht wol das Publikum nicht erſt der hoͤchſtmoͤglichen Treue der Ueberſetzung zu verſichern, da ſie von ſo geſchickten Haͤnden geleitet worden iſt. Aber Discrepanzen ſind doch moͤglich, wenn nicht das Ge— ſetz der Inſallibilitaͤt angenommen werden ſoll. Es kann hier nicht die Rede ſein von ſolchen Abweichungen, welche abſichtlich begangen worden ſind, z. B. in dem titre prélim., ſondern bloß von ſolchen, wo die Ab⸗ ſicht, von dem Originaltexte abweichen zu wollen, nicht erhellt. Wir wollen hier gleich eine ſolche Discrepanz anfuͤhren, und dazu gerade eine Materie waͤhl en, von welcher in dieſem Stuͤcke des Archivs die Nede in.
Art. 231 des Code Napoléon.
Driginaltext: Les époux pourront réciproquement de- mander le divorce pour excès, Iévices ou injures graves de l'un d'enæ envers l'autre.
Weſtphaͤliſche offizielle Ueberſetzung. Wechſelſeitig koͤnnen die Ehegatten um die Ehe⸗ ſcheidung wegen harter und grauſamer Miß⸗ handlungen oder grober Beleidigungen des ei⸗ nen von ihnen gegen den andern nachſuchen. Hier fehlt in der Ueberſetzung das ſo wichtige ex- cès, welches etwas fuͤr ſich beſtehendes iſt, man mag
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