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hekannten franzöſiſchen Jurisprudenz, und muͤſſen al⸗
lenthalben aus ihrer vaſten Umgebung erklaͤrt und ver⸗ ſtanden werden.— Wurde, nach dieſer Anſicht der Dinge, wol ein
Gerichtshof des Koͤnigreichs Weſtphalen es ſich ſelbſt
verzeihen koͤnnen, wenn derſelbe, nachdem er in der Unwiſſenheit, die uns jetzt allen eigen iſt, ein Geſetz des Code Napoléon fehlerhaft erklaͤrt, und nach die⸗ ſer fehlerhaften Erklaͤrung entſchieden haͤtte, bei fol⸗ genden gleichen oder aͤhnlichen Faͤllen, nachdem er zur beſſern Erkenntniß und richtigern Anſicht der Dinge ge⸗ langt iſt, der vorigen fehlerhaften Entſcheidung treu bleiben, und ſie zum Praͤjudiz bei ſich erheben woll⸗ te?— Wir muͤſſen jetzt noch alle lernen, lernen lei⸗
der! auf Koſten anderer. Praͤjudizien mit Hinſicht auf die Anwendung des franzoͤſiſchen Rechts koͤnnen ſich nur erſt alsdann bei uns bilden, wenn wir zu dem fremden Rechte nicht mehr in dem Verhaͤltniſſe der
Schuͤler und Lernenden ſtehen; wenn wir in Anſehung deſſelben zu eben der Intuition gelangt ſind, zu welcher
wir in Anſehung unſeres einheimiſchen Rechts gelangt
waren. Was ich hier in beſonderer Beziehung auf das Kö⸗
nigreich Weſtphalen ſage, muß auch gelten in allen uͤbrigen Staaten des Rheinbundes, worin der Code
Napoléon eingefuͤhrt worden iſt.
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Sollte es im Koͤnigreiche Weſtphalen nicht eine
der erſten Pflichten des koͤniglichen Procurators ſein,
nicht zu leiden, daß Praͤjudizien entſtehen, welche ſich auf eine falſche Erklaͤrung und Anwendung des Code Napol. gruͤnden? Wodurch wird die ordre public
wol mehr geſtoͤrt, als durch dergleichen Praͤjudizien! So zum⸗Beiſpiel wird bei den meiſten, und, moͤchte ich faſt behaupten, allen Tribunaͤlen des Königreichs Weſtphalen uͤber die recherche de la paternité bei
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