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436 1 8——— jzuriſtiſche Schoͤpfung hervor zu ruf Geſetzgebung ausgleichen koͤnnen, ohne ihre Prin⸗ zipien zu untergraben.. In Anſehung des aus der Doctrin des droit cou-
tumier und aus der Pothierſchen Jurisprudenz
des roͤmiſchen Rechts geſchoͤpften Theils der fran⸗
zoͤſiſchen Civilgeſetzgebung iſt das nicht der Fall.
Erhaͤlt der Schiefblick, der Gemeinſpruch, die
Inconſeguenz, die Kurzſichtigkeit eines juriſti⸗
ſchen Schriftſtellers die Sanction des poſitiven Geſetzes, ſo hat eine philoſophiſche Doctrin nichts mehr mit einem ſolchen Geſetze zu ſchaffen. Sie
iſt in ihrem eigenen Mißgriffe, der Geiſt iſt im Buchſtaben untergegangen. Ein todtes Geſetz konnte ſie beſeelen, ein unvollkommnes ergaͤnzen,
ein dunkles aufklaͤren. Mit einem ſchiefen und verſchrobenen, aus ſtuͤmperhafter Doctrin hervor gegangenen, Geſetze kann eine beſſere nichts mehr anfangen. Druckt vollends das miß⸗ lungene Geſetz ein herrſchendes und allgemeines
Prinzip aus, ſo ſchleicht der Fehler, wie ein An⸗ fangs unbemerkter Rechnungsirrthum, ſich in ei⸗
ne ganze Reihe von Folgeſaͤtzen hinuͤber, und das Ganze kann von der Legislation ſelbſt nicht an⸗
ders mehr, als durch Aufopferung des Ganzen,
gerettet werden.“
„ Daß ſich Fehler dieſer Art in den aus dem droit
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coutumier geſchoͤpften Theil des Kodex Napo⸗ léon eingeſchlichen haben, will ich vor der Hand weder behaupten noch laͤugnen. Die Frage wird
beim Detail deſſelben zur Sprache kommen
muͤſſen.“
» Daß dagegen der aus der neuen Doctrin des ro⸗ miſchen Rechts geſchoͤpfte Theil der franzoͤſiſchen
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ken wußte. Ein⸗ zelne Haͤrten wird die Doctrin entdecken und die


