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glaube ich darin zu finden, daß man bei einer wider ih⸗
ren Willen entfuͤhrten unbeſchol tenen Frauensperſon annehmen muß, daß ſie den Beiſchlaf nicht mit voͤlliger Willensfreih eit zugegeben habe. Einem ſolchen Falle iſt 9 der Fall eines je⸗ den in Anſehung eines Weibes unwillkuͤhrlichen Bei⸗ ſchlafes(oncubitus non voluntarii) ganz home⸗ gen. Auf dieſe wuͤrde ich daher die Ausdehnung der befragten Ausnahme nur allein zulaſſen, und ſolche Ausdehnung beſonders auch darum vertheidigen, weil
dann der Artikel 342 mit dem Artikel 340 in Einkkag
kommt, da nicht wohl glaublich iſt„ daß die Entfuͤh⸗ rung einer Blutsverwandtin oder einer Ehefrau und der Beiſchlaf wirklich wider den ernſtlichen Willen der Entfuͤhrten vollbracht worden ſei.. Wenn dieſer Gruͤnde wegen meiner Meinung nach, außer den unter der Ausnahme des Artikels 340 begriffenen Faͤllen, die Gewißheit, noch weniger die
bloße Wahrſcheinlichkeit, daß der die Anerkennung ei⸗ nes unehelichen Kindes Verweigernde, der phyſiſche
Vater des Kindes ſei. den Richter nicht berechtigt, die Anerkennung zu ergaͤnzen; wenn die Anerkennung eines unehelichen Kindes vor ſeiner Geburt in geſetz⸗
licher Form(Art. 334) noch nicht bewirkt werden
kann, und wenn endlich der Code Napoléon keine,
ruͤckwirkende Geſetzkraft hat(Art. 2); ſo finde ich we⸗
gen deſſen Anwendung auf die ſogenannten Hurenpro⸗ zeſſe keine Schwierigkeiten, die ſich den Richtern des Ruigreicha Weſtphalen entgegenſtellen koͤnnten. Die Hurenprozeſſe, welche ſchon vor dem 1ſten Januar 1808 rechtshaͤngig geworden waren, koͤnnen nach dem Hode Napoléon nicht entſchieden werden. Die vormaligen Landesgeſetze der einzelnen Provinzen, aus denen die Departements, Diſtricte, Cantone, und 2en. einzelne Municipalitaͤten des AInigre chs 14*


