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Wieſtphalen gebildet ſind, geben fuͤr dieſe Prozeſſe den eeinzigen richtigen Entſcheidungsggrund.
In Anſehung der Hurenprozeſſe, welche vor dem iſten Januar 1808 noch nicht rechtshangig gemacht waren, ſie moͤgen nun vor oder nach der Organiſa⸗ tion der jetzigen Tribunaͤle erhoben worden ſeyn, muͤß⸗
ten wohl die Faͤlle unterſchieden werden: ob das un⸗ eheliche Kind vor oder nach dem erſten Januar 1808 geboren iiſee 8
Iſt das uneheliche Kind vor dem 1Iſten Januar 1808 geboren, ſo muß der Rechtsſtreit nach eben den
Grundſſäͤtzen entſchieden werden, welche ihre Anwen⸗
dung wuͤrden gefunden haben, wenn die Filiationskla⸗
ge ſchon vor dem 1ſten Januar 1808 erhoben worden
waͤre. Erwarb der Unehelichgeborne durch ſeine Ge⸗
burt nach den zur Zeit ſeiner Geburt, an ſeinem Ge⸗
burtsorte, wenn dieſer der ordentliche Wohnort ſeiner
Mutter iſt, geltenden Landesgeſetzen ein Filiations⸗ klagerecht; ſo kann es ihm darum nicht wieder entzogen werden, daß es nicht vor dem erſten Januar 1808 iſt geuͤbt worden. Denn die Filiationsklagen ſind keiner
Verjaͤhrung zum Nachtheil des Kindes(Artikel 328)
unterworfen.
Iſt aber der Unehelichgeborne erſt nach dem Iſten Januar 1808 zur Welt gekommen, ſo ſteht ihm in
der Regel(Art. 340) keine Filiationsklage gegen ſei⸗ nen phyſiſchen unehelichen Vater zu, dieſe Vaterſchaft mag ſo gewiß ſeyn als ſie wolle. Und wenn auch ein Weſtphaͤlinger im Auslande eine Auslaͤnderin vor oder
nach dem rſten Januar 1898 geſchwoͤngert hätte, und die Geſchwaͤngerte im Auslande nach dem ꝛſten Ja⸗ nuar 1808 niedergekommen waͤre, ſo kann doch wider
einen Weſtphaͤlinger keine Filiationsklage erhoben wer⸗
den; denn les lois concernant P'état, regiſfent les Weltphaliens, mème reſidant en pays êtran-


